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Karbachs Kinderriegel schmeckt

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Nach neun Jahren in der Oberliga musste Mayen zu Saisonbeginn in die höchste Verbandsklasse absteigen. Für den Klub aus der Eifel ein Kulturschock, mit dem er lange nicht zurechtkam. Ein 0:5 gegen Bullay Anfang Oktober im eigenen Stadion war der Tiefpunkt. Erst kurz vor dem Winter und nach dem 0:0 in Koblenz und dem 2:1 gegen Burgbrohl hatte sich Mayen akklimatisiert. Seitdem geht es für das Team des Ex-Emmelshauseners Nikolai Foroutan aufwärts. Auch der Jahresauftakt gelang: Ein souveränes 3:0 über Trier-Tarforst schoss Mayen heraus. Karbachs Coach Torsten Schmidt war vor Ort und sah einen starken TuS: "Für mich ist Mayen immer noch eine Oberliga-Mannschaft. Man muss sich nur den Kader anschauen, die Mischung zwischen jungen, läuferisch starken Spielern und Routiniers stimmt." Spieler wie Fatih Cift, Leo Merling, Vitali Eirich, Patrick Rölle oder der belgische Ex-Profi Hervé Louloulaga haben einiges an Erfahrung auf dem Buckel.

Innenverteidiger Louloulaga war vor seinem Engagement in Mayen übrigens auch in Karbach im Probetraining, eine Verpflichtung scheiterte jedoch an unterschiedlich finanziellen Vorstellungen. Statt Louloulaga spielt jetzt David Eberhardt zentral in der Viererkette. Der gelernte Stürmer glänzte gleich beim Debüt in seiner neuen Rolle und kochte den Koblenzer Profi Jan Hawel ab. Auch der Rest des Karbacher "Kinderriegels" (kein Verteidiger älter als 21 Jahre) in Person von Sven Schindel, Tim Puttkammer und Andreas Oberreiter spielte auf dem Oberwerth stark. Vor allem für Oberreiter freute sich Coach Schmidt: "Er hat in der Vorrunde wegen mehrfachen Muskelverletzungen leiden müssen, aber jetzt ist er wieder voll da." Das gilt noch nicht für Dave Zimmermann: Beim Flügelflitzer traten Probleme im Knie auf, nach seinem Zwölf-Minuten-Einsatz in Koblenz konnte er die ganze Woche nicht trainieren und steht nicht im Kader. "Das sind die Nachwirkungen seines Kreuzbandrisses", ergänzt Schmidt, der in Mayen vermutlich auf das gleiche 4-5-1-System und das gleiche Personal wie in Koblenz setzt.

Auch wenn Mayen nur einen Punkt vor dem FCK steht und tabellarisch weit vom Dritten Koblenz II entfernt ist, sagt Schmidt: "Mayen hat die gleiche Qualität wie die TuS. Die Mannschaft hat vielleicht eine geringere Geschwindigkeit als Koblenz II, aber sie ist viel aggressiver. Davon hat sich Trier-Tarforst vor einer Woche einschüchtern lassen. Das darf uns nicht passieren." bon

Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
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