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Im Keller wird's kritisch: SG Malberg und SG Neitersen hoffen jetzt auf Heimstärke

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Beim 0:3 in Mülheim-Kärlich waren Kapitän Mario Marth (rechts, hier mit Mülheim-Kärlichs neuem Interims-Spielertrainer Christian Kaes) und seine Kollegen chancenlos. Gegen Mitaufsteiger SG Ellscheid nehmen die Fußballer der SG Neitersen/Altenkirchen den nächsten Anlauf, die ersten Punkte des Jahres einzufahren.
Beim 0:3 in Mülheim-Kärlich waren Kapitän Mario Marth (rechts, hier mit Mülheim-Kärlichs neuem Interims-Spielertrainer Christian Kaes) und seine Kollegen chancenlos. Gegen Mitaufsteiger SG Ellscheid nehmen die Fußballer der SG Neitersen/Altenkirchen den nächsten Anlauf, die ersten Punkte des Jahres einzufahren.
Foto: Heil

SG Malberg/Rosenheim – TuS Koblenz II (Sa., 16 Uhr). Zu beneiden ist Theo Brenner nicht um seine Aufgabe. Der personelle Aderlass nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an, beim 1:4 am Mittwochabend gegen die starken Eisbachtaler Sportfreunde verletzte sich früh im Spiel auch noch Björn Daginnus. Den gelernten Innenverteidiger hatte Malbergs Trainer zur Überraschung vieler als Stürmer aufgeboten – durchaus mit Erfolg. "In den Spielen davor hatten wir Probleme, uns überhaupt Chancen zu erarbeiten", sagt Brenner. "Mit Björn ganz vorne sah das anders aus, da haben wir wenigstens den einen oder anderen Ball aufs Tor bekommen." Jetzt fällt Daginnus mit einem Muskelfaserriss aus und fehlt den Malbergern ebenso wie Steffen Löb und Justin Keeler. "Da bin ich als Trainer gefragt, mir für die Offensive wieder etwas Neues auszudenken", weiß Brenner, dem aber bewusst ist, dass "es immer schwerer wird". Mit der Niederlage im Nachholspiel gegen Eisbachtal will sich der SG-Trainer nicht lange aufhalten. "Das war die beste Mannschaft, die wir bis jetzt hier gesehen haben", findet Brenner. "Und auch die TuS Koblenz hat ganz andere Möglichkeiten." Angst brauche man vor der Reserve des Regionalligisten vom Oberwerth aber nicht zu haben. "Wir schätzen die Situation realistisch ein", sagt der erfahrene Übungsleiter. "Und deshalb wissen wir, dass es ganz schwer wird."

SG Neitersen/Altenkirchen – SG Ellscheid (Sa., 17 Uhr). Torsten Gerhardt kommt ohne Umschweife zum Kern der Sache: "Wir hatten in den vergangenen Wochen nicht allzu viel zu feiern", sagt Neitersens Trainer. "In unserer Situation ist schon Druck da." Dreimal stand der Aufsteiger nach der Winterpause auf dem Platz, dreimal gab's Niederlagen in der Fremde, jedes Mal ohne ein einziges eigenes Tor. Zwar hat der Vorletzte von der Emma noch mehr Spiele auszutragen als die direkte Konkurrenz im Tabellenkeller, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Lage bedrohlich ist. "Die Lage wird kritisch", weiß auch Gerhardt. "Die Konkurrenz droht sich langsam abzusetzen."

Mut macht Neitersens Trainer, dass mit Jan Humberg der Torwart in die Mannschaft zurückkehrt. Fünf Pflichtspiele lang war der Kapitän aufgrund einer Rot-Sperre zum Zuschauen verdammt, jetzt soll er der Hintermannschaft Stabilität geben. "Es hat nichts damit zu tun, dass Julian Gansauer seine Sache schlecht gemacht hätte", sagt Gerhardt. "Aber mit Jan haben wir eine andere Qualität." Ohne den etatmäßigen Schlussmann hat der Aufsteiger nur ein Spiel gewonnen – und gleich viermal verloren. Zusätzliche Motivation erhofft sich der zum Saisonende scheidende Coach von dem Umstand, dass seine Elf seit Mitte November zum ersten Mal wieder auf eigenem Platz spielt. "Wir müssen zu Hause einfach versuchen, den Druck in positive Energie umzusetzen." Wenn dann "am Ende ein schmutziges 1:0 rausspringt", so Gerhardt, "dann wäre ich zufrieden." Marco Rosbach

Regionalsport - Klasse 2 - Verbandsliga SW-Rheinlandliga
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