40.000
Aus unserem Archiv

Mittelmosel-Triathlon: Meyer fliegt an Al-Sultan und Roth vorbei

Kein Teaser vorhanden

Foto: Alfons Benz

Weil Zell in den Jahren zuvor von Petrus nicht immer verwöhnt worden war, freuten sich heuer nicht nur die Triathleten beim Start in der Mosel über den Sonnenschein, sondern auch die vielen hundert Zuschauer waren von den idealen Wetterbedingungen und den tollen Wettkämpfen begeistert. Im Ziel konnten sie am Ende insgesamt 541 Einzelstarter und 17 Staffeln bejubeln. Der "MMT" ist damit inzwischen zur teilnehmerstärksten Sportveranstaltung im Kreis Cochem-Zell gewachsen.

Dichtes Gedränge herrschte beim Schwimmstart in Zell.
Dichtes Gedränge herrschte beim Schwimmstart in Zell.
Foto: Alfons Benz

Zum Rennen: Nach der zweiten Disziplin sah alles danach aus, als ob der 24-jährige Monzelfelder Roth seinen Vorjahressieg würde wiederholen können, er lag zu diesem Zeitpunkt etwa zweieinhalb Minuten vor Al-Sultan und viereinhalb vor Tim Meyer. Nicht unerwartet war Roth nach 17:56 Minuten und neuem Streckenrekord als Erster aus der Mosel gestiegen – Al-Sultan lag 29 Sekunden und Meyer schon 2:01 Minuten zurück. Auf dem Rad drückte der Führende dann nochmals richtig auf die Tube und legte mit 58:09 Minuten auch die beste Radzeit hin. "Zell ist mein Heimrennen und ein Sieg vor meiner Haustür ist mir ganz besonders wichtig, auch weil wieder so viele Zuschauer nur wegen mir gekommen sind", hatte der 24-Jährige vor dem Start gesagt.

Vielleicht hatte er aber zu viel gewollt, denn unaufhaltsam rollten von hinten Al-Sultan und Meyer, vor allem Meyer, heran. Etwa drei Kilometer vor dem Ziel überholte Al-Sultan, der dieses Rennen als letzten Formtest für den Ironman Austria in Klagenfurt am Sonntag abspulte, den Hunsrücker. "Bei dem Rückstand hätte ich gar nicht mehr damit gerechnet, dass ich den Jens noch kriege, auch weil meine Form nach dem harten Training zuvor nicht grandios war. Leider hatte ich aber nicht viel davon, denn als der Tim an mir vorbeizog, habe ich gemerkt, wie stark der läuft und einen Sprint wollte ich nicht mehr hinlegen", sagte Al-Sultan zur rennentscheidenden Szene.

Tatsächlich schienen dem 22-jährigen Meyer auf der Laufstrecke Flügel zu wachsen. Mit einer Laufzeit von 31:54 Minuten pulverisierte er seinen eigenen Streckenrekord gleich um 71 Sekunden und gewann nach 1:54:13 Stunden. Al-Sultan brauchte 1:54:48 und Roth kam nach 1:56:32 ins Ziel. Der Sieger war überglücklich, aber auch geschafft: "Oh, was bin ich kaputt. Weil im Wasser und auf dem Rad der Abstand nach vorne immer größer wurde, musste ich im Laufen alles raushauen. Dass das geklappt hat, ist ein Supergefühl." Übrigens: Sein Vater Peter (48) wurde Vierter mit einer Endzeit von 2:05:06 Minuten. Ein gutes Rennen lieferte auch der Kastellauner Andre Hergenröder (X-Sport-Kastellaun) ab. Als Siebter benötigte er 2:06:48 Stunden.

Bester COC-Starter war Carsten Schwarz aus Zell. Der Fünfte des Vorjahres kam diesmal als Zehnter ins Ziel (2:08:41). Im Frauenrennen hatte Jaffke keine Konkurrenz und siegte überlegen (2:17:03) vor Beate Zschorlich vom Team TriCologne (2:21:48). Hier kam die Zellerin Britta Jansen auf einen guten zehnten Rang (2:35:33).

Von unserem Mitarbeiter

Alfons Benz

Regionalsport Süd
Meistgelesene Artikel