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TuS Mörschied kassiert in Überzahl den Ausgleich

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Drin ist er: Der Mörschieder Pascal Stauch (Mitte) freut sich bei der Futsal-Südwestmeisterschaft über einen Treffer gegen die TSG Gau-Bickelheim. Marvin Späth (vorne) und Pascal Stieh (hinten) drehen ab. 
Foto: Klaus Castor
Drin ist er: Der Mörschieder Pascal Stauch (Mitte) freut sich bei der Futsal-Südwestmeisterschaft über einen Treffer gegen die TSG Gau-Bickelheim. Marvin Späth (vorne) und Pascal Stieh (hinten) drehen ab.
Foto: Klaus Castor

"Das weinende Auge überwiegt", erklärte Hallen-Trainer Dirk Heß. "Wir waren noch nie so nahe dran, den FSV Bretzenheim zu besiegen wie diesmal." Das lässt sich nicht bestreiten. Im Semifinale zeigten die beiden Nahe-Vertreter das beste Spiel des Turniers. "Diese Partie war der Hammer, Werbung für Futsal", lobte Hans-Dieter Drewitz, Präsident des Südwestdeutschen Fußballverbandes. Für SWFV-Mitarbeiter und Ex-Mainz-05-Profi Christian Bauer waren Mörschied und Bretzenheim sogar "die besten Teams des Turniers".

Doch für all die Komplimente konnte sich der TuS nichts kaufen. "Wir hatten es selbst in der Hand", haderte Heß. Die Mörschieder hatten die defensivstarken Bretzenheimer, die die Vorrunde ohne Gegentor überstanden hatten, im Halbfinale mit schnellem Anlaufen unter Druck gesetzt. Das löste nach einem Rückpass von FSV-Trainer Alan Zimmermann eine Fehlerkette aus, die Marvin Späth zum 1:0 nutzte. Carsten Fuchs legte nach einer super Kombination das 2:0 nach. Tobias Stauch hatte den Ball mit der Hacke zu Pascal Stieh weitergeleitet, der Fuchs bediente. Nach dem Anschlusstreffer von Claudio Rodrigues sah der Bretzenheimer Daniel Schauß die einzige Gelb-Rote Karte des Turniers. 3:21 Minuten waren da noch zu spielen. Die Mörschieder verwalteten in Überzahl den Vorsprung nicht, sondern drängten vehement auf das dritte Tor, nutzten aber ihre guten Möglichkeiten nicht – und liefen in einen Konter. Zimmermann passte auf Rodrigues, der eiskalt verwandelte. Ein Sechsmeterschießen musste her. Ausgerechnet die sonst so starken Stauch-Brüder Pascal und Tobias brachten die Kugel nicht an FSV-Keeper Andreas Kern vorbei. Die Mörschieder monierten allerdings, dass Kern bereits beim Schuss ein, zwei Meter im Spielfeld gestanden habe. Alle Proteste von Spielern, Heß und Zuschauern halfen nichts, die Schüsse wurden nicht wiederholt. Da Mörschieds Christian Brünicke nur einmal parieren konnte, stand der FSV im Finale, das er mit 2:1 gegen den VfL Neustadt gewann, und qualifizierte sich für das Regionalturnier.

Auch im Spiel um Platz drei unterlagen die Mörschieder im Sechsmeterschießen – 3:4 gegen die TSG Kaiserslautern. Pascal Stauch und Brünicke versemmelten.

In der Vorrunde waren die Mörschieder etwas schwerfällig ins Turnier gestartet. Tobias Schuler und Späth trafen zum 2:2 gegen den TV Althornbach. Danach steigerte sich der TuS, gewann souverän mit 5:1 gegen den FC Insheim. Jonas Juchem (2), Späth, Tobias Stauch und Stieh waren erfolgreich. Entscheidend für das Weiterkommen war ein ganz starkes 3:1 gegen die Lokalmatadoren der TSG Gau-Bickelheim. Pascal Stauch, Späth und Schuler sorgten für klare Verhältnisse. Starke Defensivaktionen zeigte dabei vor allem Stieh. Mit einem Sieg über den VfL Neustadt hätten die Mörschieder den Bretzenheimern im Halbfinale aus dem Weg gehen können, doch beim 1:2 traf nur Pascal Stauch.

In einer Beziehung waren die Mörschieder übrigens die Nummer eins: Sie stellten den größten und lautstärksten Anhang. Der Schlachtruf "Ohne Mörschied wär' hier gar nichts los" bezeichnete die Stimmung in der Halle recht gut.

Olaf Paare

Regionalsport Süd - Klasse 2 - Bezirksliga Nahe
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