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    TuS Hoppstädten spielt wie ein Absteiger

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    Es stimmte nicht nämlich von A bis Z überhaupt nichts, und Kai Geibel, der in Abwesenheit von Trainer Hans-Jürgen München und Abteilungsleiter Franz Heyda (beide Urlaub) die Mannschaft coachte, konnte einem Leid tun. Tapfer stellte er sich nach dem Spiel und meinte: "Was willst du machen, wenn du so früh nach drei Torschüssen 0:3 hinten liegst?"

    17 Minuten waren zu diesem Zeitpunkt gespielt, und die Treffer eins und zwei der Gastgeber auf identische Weise gefallen. Beide Male gab es Ballverluste des TuS im Mittelfeld, und beide Male schaffte es der TuS nicht, die Linksflanken der Gastgeber (einmal Raphael Philipp, einmal Benjamin Fuchs) zu unterbinden. Beide Male arbeiteten weder Maximilian Ding als linkes Glied der vorderen Viererkette noch die beiden Zentrumsspieler Tobias Alles und René Schmidt konsequent mit nach hinten, beide Male kam die Flanke über die zum Ball schiebende, aber nicht attackierende Viererkette und beide Male stand Andreas Urschel hinten blank und versenkte (8. und 15.). Zwei Minuten später bekam die TuS-Deckung nach einem Eckstoß den Ball nicht weg, und Marcel Heil traf zum 3:0.

    Beim TuS Hoppstädten brachte außer Torhüter Jeroen Kandybowicz (der beim 0:3 zwar auch nicht gut aussah, aber noch einige Male glänzend rettete) kein Spieler so etwas wie Form auf den Platz. Als Mannschaft versagten die Gelb-Schwarzen total - nichts wurde zusammen erledigt. Die Mannschaftsteile agierten mit fatal großen Abständen, und die vorgegebene Grundordnung wurde ständig aufgegeben, weil die Akteure ihre Positionen nicht hielten. Die Folge: Es fanden keine Hilfen in der Abwehrarbeit statt (Nachsetzen, Doppeln usw.) und beim Spielaufbau war keine Bewegung, kein Plan erkennbar.

    Zur Pause wollte der TuS mit den Einwechslungen der angeschlagenen Alexander Bambach und Alexej Gerasimov die Wende schaffen, doch besser wurde es nicht. Im Gegenteil: Während Heiko Weber und Konstantin Gatke wenigstens noch nach hinten gearbeitet hatten, blieben jetzt Bambach, Jens Jung und Gerasimov vorne stehen und warteten auf Bälle. Das führte zwar dazu, dass der TuS den einen oder anderen Angriff führte (unter anderem jenen, den Gerasimov zum 1:4 abschloss (59.)), hatte aber den schlimmen Nachteil, dass die Hoppstädtener defensiv offen wie das berühmte Scheunentor waren. Es war reine Glückssache, dass die Nanzdietschweilerer, die und aggressiv mit großer Laufbereitschaft zu Werke gingen, nicht mehr als die beiden Treffer zum 4:0 (durch Philipp) und 5:1 (durch den starken Yannick Mahl) erzielten. Außer den Treffern besaß der SVN nämlich sieben weitere Hochkaräter.

    Als Fazit bleibt, dass der TuS Hoppstädten in dieser Verfassung, zu der auch ein erschreckend schlechter körperlicher Zustand zählt, keine Chance hat, die Landesliga zu halten. Da kann wohl nur ein Fußballwunder helfen.

    Sascha Nicolay

    Regionalsport Süd - Klasse 1 - Landesliga
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