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Birkenfeld mit fünf Minuten zum Vergessen

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20 Minuten waren gespielt, als Vladimir Tokarev zum ersten Mal hinter sich greifen musste. SVH-Akteur Dennis Müller bediente per Kurzpass seinen Mannschaftskameraden Lukas Müsel, der zur Führung für die Gäste einschob. Nur drei Minuten später klingelte es schon wieder im Birkenfelder Kasten. Die Kreisstädter ließen noch vom Rückstand geschockt einen Distanzschuss von Pascal Masch aus rund 20 Metern zu, der sich hinter dem Keeper in die Maschen senkte – 2:0. "Unser Torhüter sah bei dem Treffer nicht gut aus", erkannte Rodenbusch im Anschluss an die Partie. Grund hierfür war eine Verletzung, die Tokarevs Sprungkraft noch einschränkte.

Auch beim 3:0 lag der Fehler beim Birkenfelder Schlussmann. Ein haltbarer Schuss von Marcel Brödel flutschte Tokarev aus den Händen. Kai Zimmermann dankte es ihm und traf zum 0:3.

Die Partie schien für viele Zuschauer schon gelaufen, doch der SCB gab sich nicht auf und kämpfte sich zurück ins Spiel. Anfangs hatte das Rodenbusch-Team noch versucht, mit Kombinationen auf dem Hartplatz klarzukommen. "Irgendwann haben wir dann gemerkt, dass Fußballspielen auf dem Platz nicht möglich ist", merkte Rodenbusch an. Es ging also auf dem matschigen Geläuf fortan per Standards, langen Bällen und viel Aggressivität in Richtung SVH-Tor.

Der wichtige Anschlusstreffer fiel noch vor der Halbzeit. Sebastian Schuler traf per Kopf nach Freistoß von Radoslav Mehrwald. "Den Punkt haben wir uns danach mit einer guten zweiten Halbzeit verdient", betonte "Turbo". Nachdem Benny Ritter einen Freistoß von der Mittellinie nach vorne gedroschen hatte, verlängerte Michael Dziubany auf Marco Orth, der zum 2:3 spitzelte (52.). Birkenfeld war mental nun klar im Vorteil. Dagegen machte sich im Hermersberger Team und vor allem auf der Bank Nervosität breit. In der 65. Minute wurde Gästetrainer Karsten Bernhard wegen Meckerns sogar von Schiedsrichter Ingo Hess auf die Tribüne verbannt. Sein Team scheiterte zudem oft am in der zweiten Halbzeit stark parierenden Tokarev im SCB-Tor.

Erlöst wurden die Zuschauer dann in der letzten Minute durch den Dziubanys Treffer, der jedoch irregulär war, weil Dziubany nach Vorarbeit von Orth aus dem Abseits herausgelaufen war. Der Treffer sicherte den Kreisstädtern einen verdienten und wichtigen Punkt. "Ein Sieg wäre schön gewiesen", resümierte Rodenbusch. Was nach den ersten 25 Minuten noch vermessen geklungen hätte, war am Ende möglich.

Matthias Keidel

Regionalsport Süd - Klasse 1 - Landesliga
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