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    Schneegestöber stimmt Hoyden auf Skiurlaub ein

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    Schnee, Eis und Kälte trotzten die Halbmarathonis beim 23. Seppel-Kiefer-Gedächtnislauf. Die Startnummer 1000 trägt der Meddersheimer Alexander Linn, der das Rennen für sich entschied. Rechts neben ihm läuft Thomas Wilde. Der Bad Kreuznacher erreichte als Dritter das Ziel. 
Foto: Klaus Castor
    Schnee, Eis und Kälte trotzten die Halbmarathonis beim 23. Seppel-Kiefer-Gedächtnislauf. Die Startnummer 1000 trägt der Meddersheimer Alexander Linn, der das Rennen für sich entschied. Rechts neben ihm läuft Thomas Wilde. Der Bad Kreuznacher erreichte als Dritter das Ziel.
    Foto: Klaus Castor

    Bestzeiten waren aufgrund der winterlichen Bedingungen nicht zu erwarten. Dennoch waren viele Athleten schnell unterwegs. So wie Simon Hoyden, der die 5000-Meter-Konkurrenz gewann. Nach 17:45 Minuten erreichte der Dörrebacher das Ziel und wurde dort von seinen Eltern, Christel und Norbert Hoyden, empfangen, die als Zeitnehmer fungierten. Simon Hoyden, der das Trikot des TV Wattenscheid trägt, genoss es, mal wieder in der Heimat zu starten. Wenngleich die Bedingungen nicht optimal waren und er die angestrebte 16er-Zeit verpasste. "Bei der Kälte merkt man sofort, dass die Muskeln nicht normal arbeiten", erzählte der Student.

    Für die Organisatoren hatte er ein Lob parat: "Alle haben sich große Mühe gegeben. Dass der Lauf überhaupt stattfinden konnte, ist schon ein Wunder. Aber so eine weiträumige Strecke komplett freizuräumen, ist unmöglich." Um trotzdem größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten, waren an kritischen Punkten Streckenposten im Einsatz, die alle Läufer auf die Gefahren hinwiesen. Für Simon Hoyden, der vergangenen Sonntag in Trier Zweiter bei den deutschen Hochschulmeisterschaften im Cross-Duathlon geworden war, war der Lauf ein sportlicher Zwischenstopp, den er auf dem Weg in den Skiurlaub eingelegt hatte. Und ganz unverhofft konnte er sich an der Nahe schon einmal auf die weiße Pracht einstimmen...

    Die beiden schnellsten Läuferinnen auf der Kurzstrecke kamen von der Stama-Marathon-AG. Elisa Förster (W15) legte die 5000 Meter in 23:07 Minuten zurück, Tatjana Kehrein (W13) war 24:05 Minuten unterwegs. Die Marathon-AG stellte mit 44 Lauftalenten die größte Abordnung beim Gedächtnislauf. Insgesamt hatten 332 Athleten die sportliche Herausforderung angenommen. Verglichen mit den 482 Voranmeldungen hatten etliche Läufer auf den Start verzichtet. Besonders groß war der Einbruch bei den Jüngsten. "Ganze acht Bambini sind gestartet. Im vergangenen Jahr waren es mehr als doppelt so viele gewesen", berichtete Lauffreunde-Chef Göbel. Zur Belohnung bekamen die Nachwuchsläufer Medaillen und kleine Plüsch-Esel überreicht.

    Schnee und Eis waren für Göbel und seine Crew nicht das einzige Handicap gewesen. Auch die Baustelle am Kanu-Stadion hatte den Ausrichtern Kopfzerbrechen bereitet, denn dadurch war jede Laufrunde 20 Meter kürzer als gewöhnlich und somit nicht mehr Bestenlisten-fähig. "Wir hätten den Start ja um die fehlenden Meter nach hinten verlegen können. Doch der DLV verlangt, dass die Strecke dann komplett neu vermessen wird", berichtete Göbel.

    In Anbetracht der Witterungsverhältnisse spielte die Zeit ohnehin eine untergeordnete Rolle. Fabian Fiedler, der Sieger über 10 000 Meter, legte den Kurs in 34:52 Minuten zurück. "Vor zwei Wochen bin ich noch 33:44 Minuten gelaufen und mehr als eine Minute schneller gewesen", erzählte der Weinsheimer, der für das neu gegründete Laufteam Long Distance Running Bad Kreuznach antrat. Zweiter wurde der Daxweilerer Bernd Hipp in 36:25 Minuten, auf Platz drei landete Steffen Stegmann (36:36). Der Frankenthaler war bei Plustemperaturen und Regen zu Hause losgefahren und im Naheland dann vom Schnee überrascht worden. Bei den Frauen gab es auf der Zehn-Kilometer-Strecke einen Doppelsieg für das Triathlon-Team Rhein-Nahe. Für Evelyn Kowarik wurden 46:22 Minuten gestoppt, Katja Kruse legte die Distanz in 49:12 Minuten zurück.

    Apropos Triathlon. Das ist auch das Metier von Alexander Linn, der den Halbmarathon in einer Zeit von 1:20:52 Stunden für sich entschied und mit einem breiten Strahlen im Gesicht ins Ziel lief. Gleich nach dem Start hatte sich der Meddersheimer an die Spitze des 78 Teilnehmer starken Feldes gesetzt und seine Verfolger, allen voran Christian Dorle vom LC Bingen und der Bad Kreuznacher Thomas Wilde (Beinhart Ingelheim), scheinbar mühelos auf Distanz gehalten. "Ich wollte eigentlich schneller sein und auf meine Bestzeit von 1:17:49 noch eins draufsetzen, aber das war schwierig. Es war auf der Strecke schon ziemlich rutschig und schmierig. Da ist man die ganze Zeit am Ausgleichen und Balancieren", erzählte der Gesamtsieger. Linn ist sicherlich nicht der Einzige, der hofft, dass sich der Winter schnellstmöglich verabschiedet. Denn bei frühlingshaften Bedingungen macht das Laufen deutlich mehr Spaß.

    Von unserer Mitarbeiterin

    Tina Paare

    Regionalsport Süd - Klasse 10 - Sonstiger Sport
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