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    Locker, defensivstark und treffsicher

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    Mit großer Entschlossenheit: Der Meisenheimer Hubertus Ohliger (blaues Trikot) sucht den Abschluss. Justin Fuchs (links), der Torgarant des HSV Sobernheim, muss den SSV-Spielertrainer gewähren lassen. 
Foto: Klaus Castor
    Mit großer Entschlossenheit: Der Meisenheimer Hubertus Ohliger (blaues Trikot) sucht den Abschluss. Justin Fuchs (links), der Torgarant des HSV Sobernheim, muss den SSV-Spielertrainer gewähren lassen.
    Foto: Klaus Castor

    Ein verdienter Sieg der HSVler, wie SSV-Spielertrainer Hubertus Ohliger befand. Sein Team hatte es nicht geschafft, seine Qualitäten aufs Parkett zu bringen. Aus dem Rückraum kam viel zu wenig, und auch ihre Schnelligkeit konnten die Gastgeber dieses Mal nicht in die Waagschale werfen. Sicherlich auch ein Verdienst des HSV, der sich gut auf die Meisenheimer eingestellt hatte. "Wir haben bewusst versucht, das Tempo zu verschleppen, und haben dann auf der anderen Seite auf Einläufer gesetzt", sagte HSV-Trainer Markus Schmidt. Das Konzept ging mit fortschreitender Spieldauer mehr und mehr auf. Dabei kam den Gästen entgegen, dass der SSV nach der Pause reihenweise Zeitstrafen kassierte. "Wir waren in der zweiten Hälfte fast nie voll auf der Platte. Da haben wir taktisch wenig aufziehen können", bedauerte Ohliger und fügte hinzu: "Die Zeitstrafen waren berechtigt. Ich hätte mir aber gewünscht, dass auf der anderen Seite progressiver gepfiffen wird." Zweimal musste sein Kollektiv sogar eine doppelte Unterzahl überstehen. Den numerischen Vorteil wusste der HSV zu nutzen. Nachdem Julian Vogel für den SSV zum 16:16 ausgeglichen hatte (38.), zogen die Gäste erstmals nach der Pause auf drei Tore davon. Als bei den Gastgebern erneut nur vier Spieler auf dem Feld standen, bauten der überragende Justin Fuchs, der 14 Treffer zum Sieg beisteuerte, und Sellyn Fleck die Führung auf 25:20 (49.) aus.

    Die Meisenheimer kamen zwar noch einmal auf zwei Tore heran, wirklich gefährlich werden konnten sie der Mannschaft von Markus Schmidt aber nicht mehr. Der HSV-Trainer hatte sein Team in der 58. Minute durch eine Unachtsamkeit sogar um einen Treffer gebracht, weil er die grüne Auszeit-Karte zu früh gezückt hatte. Weder davon, noch von krankheitsbedingten Ausfällen ließ sich sein gut aufgelegtes Kollektiv, das eine starke Abwehrleistung zeigte, beirren. Für Schmidt kam der Erfolg nicht von ungefähr: "Es hat sich schon die Woche über abgezeichnet, dass wir eine gewisse Lockerheit haben." Eine Lockerheit, die sich der HSV für den Schlussspurt bewahren will. "Wir gucken nur noch von Spiel zu Spiel und machen uns keinen Druck mehr. Abgerechnet wird am Ende", betonte der HSV-Coach.

    Sein einziger Kritikpunkt: die Chancenverwertung in der ersten Hälfte. Damit blies er ins gleiche Horn wie sein Gegenüber beim SSV. "Unsere Chancenauswertung in der ersten Hälfte war schlecht. Das hat verhindert, dass wir uns absetzen", sagte Ohliger. In der Tat hatte seine Mannschaft anfangs leichte Vorteile gehabt, doch trotz klarer Möglichkeiten konnte sie nicht mehr als einen Zwei-Tore-Vorsprung herausholen. Mehrfach trafen die Hausherren das Torgestänge oder warfen HSV-Schlussmann Steven Robbins an. Obendrein verfehlte ein Siebenmeter das Ziel. Viele Kleinigkeiten, die sich summierten.

    So glich der HSV nach einer Viertelstunde aus und ging nach 16 Minuten und 45 Sekunden erstmals durch Martin Salis in Führung (7:6). Fortan entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, ehe der HSV Mitte der zweiten Hälfte die Weichen auf Sieg stellte. "Wenn man in der ersten Hälfte seine Chancen nicht macht und in der zweiten Hälfte fast ständig ein Mann weniger ist, dann kann man nicht gewinnen", bedauerte Ohliger. Doch auch der SSV-Coach hat die Saison noch nicht abgeschrieben und will sich wieder an die Spitzengruppe herankämpfen.

    Von unserer Mitarbeiterin

    Tina Paare

    Regionalsport Süd - Klasse 10 - Sonstiger Sport
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