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Weibern geht an der Ostsee so richtig baden

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Ab dem 1:2 mussten die Schützlinge von Trainerin Ildikó Barna stets einem Rückstand hinterherlaufen. "Heute war zwar der Geist willig, aber das Fleisch schwach", meinte Barna. So kam die TuS-Abwehr gegen die schnellen TSV-Angreiferinnen fast immer einen Schritt zu spät. Insbesondere Melanie Legarth im linken Rückraum bekam die Weiberner Defensive zunächst gar nicht in den Griff. Ganz im Gegensatz zum Gegner, der sich auf Weiberns Torjägerin Simone Salz blendend eingestellt hatte, sodass die sonstige Torgarantin besagtem 1:1 in den folgenden 58 Minuten nur noch einen Treffer folgen ließ. "Harrislee hat das sehr gut gemacht. Simone wurde neutralisiert. Wir haben aber in den ersten 20 Minuten auch nur Standhandball gespielt und die Partie eigentlich schon in dieser Phase verloren", meinte Barna.

Da mit der aggressiven Abwehr gegen Salz auch deren Nebenspielerin Lisa Schenk auf Linksaußen die Wirkung genommen wurde, entwickelte sich das Weiberner Spiel als zu rechtslastig und damit als zu berechenbar. Was auch daran lag, dass Nadja Zimmermann wegen Magen-Darm-Grippe nur wenige Minuten mitwirken konnte. Wobei Barna zumindest für deren Stellvertreterin lobende Worte fand: "Vivi Kazaki hat nach unserer schwachen Anfangsphase dem Spiel doch noch Struktur gegeben. Insgesamt haben mich die Einwechselspielerinnen heute am ehesten überzeugt. Wie gut sich auch Maja Klingenberg entwickelt hat, macht mir Mut für die nächsten Aufgaben." Trotz kleinen Kaders sieht Barna immerhin bei den Bankspielerinnen eine Vorwärtsentwicklung. Was freilich nichts an ihrer Enttäuschung über die deutliche Niederlage in Harrislee änderte.

Trotz der schwachen Anfangsphase witterten die Eifelerinnen zwischenzeitlich beim 13:15 und 14:16 nochmals Morgenluft. "Aber immer wenn wir noch einmal am Unentschieden geschnuppert haben, haben wir entweder zu viel verworfen oder Zeitstrafen kassiert", bedauerte Barna.

So zog Harrislee davon und konnte am Ende einen komfortablen Vorsprung verwalten. Da war es nur noch eine Randnotiz, dass dann auch noch Weiberns Abwehrchefin Jessica Oster mit dem Schlusspfiff disqualifiziert wurde, weil sie beim Versuch, einen Freiwurf direkt zu verwandeln, eine TSV-Spielerin mit dem Ball im Gesicht traf.

Von unserem Mitarbeiter

Harry Traubenkraut

Regionalsport Mitte - Klasse 7 - Handball
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