40.000
Aus unserem Archiv

TV lässt Topteam alt aussehen

Kein Teaser vorhanden

Julian Vogt (am Ball) hat mit dem TV Mülheim einen überraschenden Oberligasieg eingefahren: Gegen den Tabellendritten aus Budenheim gewannen die Mülheimer mit 32:30.
Foto: Wolfgang Heil
Julian Vogt (am Ball) hat mit dem TV Mülheim einen überraschenden Oberligasieg eingefahren: Gegen den Tabellendritten aus Budenheim gewannen die Mülheimer mit 32:30.
Foto: Wolfgang Heil

Als Hilmar Bjarnason seinen zweiten Keeper Lukas Pieper in der 54. Minute zwischen die Pfosten stellte, war das Spiel eigentlich so gut wie gelaufen. Die Mülheimer hatten das Spiel im Griff, führten zu diesem Zeitpunkt 31:26. Doch genau in dieser Phase handelte sich der Gastgeber zwei Zeitstrafen ein. Ein Umstand, den die Mülheimer nicht so einfach wegstecken konnten. Budenheim holte vier Tore auf und war eine Minute vor dem Abpfiff plötzlich wieder auf Augenhöhe (31:30). Den eigenen Ballbesitz konnte der TV anschließend nicht verwerten, so dass der Sieg doch noch ins Schwanken geriet. Ohne Torhüter und mit sieben Feldspielern starteten die Sportfreunde ihren letzten Versuch, den Ausgleichstreffer zu erzielen und damit nur mit einem blauen Auge davonzukommen.

Tatsächlich schaffte es Budenheim auch, seinen freistehenden Kreisläufer zu bedienen. Doch Lukas Pieper ließ sich im Tor nicht übertölpeln. Er hielt den Wurf und konnte den schnellen Gegenstoß über Philipp Woods einleiten, der schließlich den 32:30-Endstand herstellte. "Ich bin mir sicher, dass wir vor einem Jahr so ein Spiel noch mit einem Tor verloren hätten", sagte Bjarnason in Anspielung auf die zahlreich vergebenen Siege im Vorjahr. "Aber wir haben uns eben weiterentwickelt", ergänzte er.

Dass es nach dem 31:24 doch noch einmal so eng werden würde, hätte es seiner Meinung nach gar nicht bedurft. Durch das doppelte Unterzahlspiel fingen seine Spieler an, plötzlich nervös zu agieren. Budenheim stellte auf ein etwas offensiveres Abwehrkonzept um und schnappte den Mülheimern so einige Bälle weg. Bjarnason: "Und dann leisten wir uns auch noch zwei technische Fehler, und dann sind eben ganz schnell sieben Tore Vorsprung weg." Mit der Spielentwicklung bis zum 31:24 war er derweil zufrieden gewesen. Sein Team legte stets mit Toren vor, Budenheim wurde ein eigener Führungstreffer stets verwehrt. Von daher ist der doppelte Punktgewinn für Mülheim absolut verdient. Was er tatsächlich wert ist, wird sich in der kommenden Woche zeigen, wenn das Bjarnason-Team zum zweiten Liganeuling TV Bitburg fährt. Der ehemalige Rheinlandligist hat mit sieben Punkten die Rote Laterne eisern in den Händen.

"Ich muss jetzt ein bisschen Arbeit leisten, um die Jungs auf dem Boden zu halten. Ich denke, die Hinspielniederlage sollte uns Warnung genug sein. Motivieren brauche ich da sicherlich keinen mehr", sagte Bjarnason.

Mülheim: Inzenhofer, Pieper, Flöck, Vogt (6/1), Zerwas (3), Räder (9/2), Klapperich (2), Nauroth (1), Woods (4), Langen, Brandscheid (1), Schmitt, Reick (6).

Von unserem Mitarbeiter

Robert Eifler

Regionalsport Mitte - Klasse 7 - Handball
Meistgelesene Artikel