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HV Vallendar gerät in erster Hälfte zu weit zurück

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Es sollte der Tag der großen Revanche werden. Im ersten Vergleich mit der SG Saulheim hatten sich die Vallendarer ihre bisher höchste Saisonniederlage abgeholt (20:34), in der zweiten Begegnung wollten sich die Gastgeber unbedingt davon rehabilitieren. Dieses Vorhaben sollte aber aufgrund einer schwachen ersten Halbzeit gründlich daneben gehen. Zwar fanden die Vallendarer gut ins Spiel, ließen sich nach etwa zehn Minuten aber völlig aus dem Konzept bringen, als Saulheim eine Manndeckung auf Pascal Gras stellte. "Damit kam ein völliger Bruch in unseren Spielaufbau. In der ersten Halbzeit sind wir damit überhaupt nicht zurechtgekommen", ärgerte sich HVV-Trainer Wolfgang Reckenthäler.

Erst im zweiten Spielabschnitt konnte sich der Gastgeber damit etwas besser arrangieren. Hinzu kam, dass Vallendar bis zum Halbzeitpfiff kaum mehr die richtige Einstellung im Deckungsverbund zeigte. Wiederholt ließ sich die Hintermannschaft von der gegnerischen Offensive überrumpeln – und oftmals kam ein Eingreifen zu spät, was Saulheim insgesamt zehn Strafwürfe brachte. Reckenthäler: "Die waren auch alle weitgehend berechtigt. Das hat uns das Genick gebrochen." Und auch wenn die Worte in seiner Kabinenpredigt recht hart waren, wie der HVV-Coach anschließend offenbarte, so sollte sich in den ersten zehn Minuten nach dem Wiederanpfiff kaum etwas an ändern. Erst beim 18:25 begannen die Vallendarer allmählich, ihr wahres Gesicht zu zeigen. Mit einer kämpferisch besseren Leistung tasteten sich die Gastgeber Tor um Tor wieder heran. Es sah fast nach einem glücklichen Ende für den HVV aus. Doch um den Lohn der harten Arbeit brachten sich die HVV-Spieler wieder selbst, als sie sich in der Schlussphase den ein oder anderen technischen Fehler zu viel erlaubten und ihre Chancen überhastet abschlossen.

Reckenthäler vermisst Routiniers

Reckenthäler: "Wir hätten das Unentschieden noch schaffen können. Aber nach dieser Aufholjagd haben wir es nicht geschafft, wieder etwas mehr Ruhe ins Spiel zu bringen. Mit einem etwas kühleren Kopf wäre ein Punkt noch drin gewesen." So aber blieb es nur bei der Aufholjagd, die den zahlenmäßigen Unterschied zwar minderte, aber am Misserfolg nichts änderte. "Man merkt jetzt vor allem unseren jungen Spielern an, dass die Saison sehr lang ist und an den Kräften zerrt. Da wäre es wichtig, erfahrene Spieler wie Schröder oder Stauch in der Hinterhand zu haben", sagte der HVV-Coach.

Vallendar: Burgard, Klapthor, Müller, Peters (4), Böhme (4), Lohner (4), Binnes (5), Reckenthäler (4/1), Gras (7/1), Schäfer, Busse, Bininda (7).

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