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    Zweite Bundesliga

    KOPIE_ID_487386/TGM Gonsenheim: Stadtauswahl strebt Tabellenmittelfeld an

    "Sind die neuen Trikots da?" Manuel Lohmann, Mannschaftskapitän der Volleyballer der TGM Gonsenheim, musste die erwartungsfrohe Frage seines Trainers Franz Schaus auch vor dem Donnerstagstraining und somit drei Tage vor dem ersten Heimspiel verneinen. Das "grünfarbene Geheimnis" wird also erst an diesem Sonntag, wenn der Aufsteiger in die Zweite Bundesliga zum ersten Heimspiel (15 Uhr, Sporthalle Weserstraße) antritt, gelüftet. Doch dies scheint die einzige Unwägbarkeit zu sein vor der von Spielern, Trainer und Fans herbeigesehnten Saisonpremiere gegen die L.E. Volleys aus Leipzig.

    Das Team der Gonsenheimer präsentiert sich runderneuert und wirkt fast wie eine Stadtauswahl. Denn allein fünf ambitionierte Leistungsträger vom langjährigen Stadtrivalen TSG Bretzenheim, die Angreifer Eberhard Glasser, Jan Steinborn, Johannes Delinsky und Frieder Reinhardt (dieser über den Umweg SSF Bonn) sowie Zuspieler Fritz Lückerath sind in den benachbarten Stadtteil gewechselt.

    Die TSG hat ihr Männerteam mangels sportlicher und organisatorischer Perspektive aus der Regionalliga in die Oberliga zurückgezogen. Die weiteren Gonsenheimer Zugänge sind Matthias Kohl (TV Feldkirchen) und "TGM-Urgestein" Nils Luckhaupt, der aus der Zweiten für sein Stammteam reaktiviert wurde. Die beiden neuen Zuspieler sind von existenzieller Bedeutung, da die bisherigen, Philipp Fäth und John Lasser, der TGM berufsbedingt und aus privaten Gründen verlassen haben. Lückerath zählte in der Vorsaison in Bretzenheim zu den Top-Zuspielern in der Regionalliga.

    Insgesamt kann Schaus bei "einem super ausgeglichener Kader mit 14 Spielern" mit einer Riesenkonkurrenz insbesondere auf den beiden Außenangriffspositionen aus den Vollen schöpfen. "Für mich als Trainer ist es natürlich optimal, so viele Akteure zu haben, die sich schon im Training kippeln", sieht der Coach die ausgeglichene hohe Qualität seines Kaders positiv. Er verweist aber auch darauf, dass sich der alte Stamm seiner TGM-Akteure in der zurückliegenden Spielzeit beachtlich weiterentwickelt hat.

    Und da Schaus den Anspruch hat, den neuen TGM-Kader als Team zu formen und die individuelle wie mannschaftliche Leistung weiter zu steigern, wird ab dieser Spielzeit drei Mal (statt wie bisher zwei Mal) pro Woche trainiert. Dazu gesellt sich noch individuelles Krafttraining zur weiteren Verbesserung der Athletik. Denn der Trainer weiß, dass in der Zweiten Liga "das Netz im übertragenen Sinne höher hängt als in der bisherigen sportlichen Umgebung".

    Eine große Entwicklung machte in den zurückliegenden Monaten Jonas Schröder durch, auch mit seinen Erfolgen im Beachvolleyball. Der Studenten-Weltmeister wird am Sonntag wohl zunächst mal auf der Bank Platz nehmen müssen, da er sich erst wieder langsam an das Hallenspiel gewöhnen muss.

    Ob der Kader beim ersten Heimspiel als Zweitligist schon richtig eingespielt ist, wird sich gegen die Leipziger zeigen; der Auftaktgegner war immerhin Tabellendritter in der vergangenen Zweitligasaison. Doch auch die Sachsen präsentieren sich in dieser Spielzeit runderneuert, und so stehen sich am Netz zwei ambitionierte Teams gegenüber, die sich gegenseitig kaum einschätzen können.

    Im Gegensatz zu den Leipzigern, die ihre sportliche Perspektive auf absehbare Zeit in der ersten Liga sehen, streben die TGM-Akteure jedoch erst einmal einen Platz im gesicherten Mittelfeld an. Die Zuschauer erwartet in Gonsenheim in jedem Fall ein Volleyballmatch, das es auf diesem Niveau in einer Punkterunde in Mainz bisher noch nie zu sehen gab. Thomas Leipold

     

    Der TGM-Spielerkader:

    Johannes Delinsky (Außen), Jan Dörmer (Außen), Eberhard Glasser (Mitte), Gerrit Jann (Diagonal), Erik Kipf (Diagonal), Matthias Kohl (2. Libero/Außen), Benedikt Kratschmer (Mitte), Manuel Lohmann (Mitte/Mannschaftskapitän), Nils Luckhaupt (Zuspiel), Fritz Lückerath (Zuspiel), Frieder Reinhardt (Außen), Jonas Schröder (Außen), Stefan Schröder (Libero), Jan Steinborn (Mitte).

    Vorrundentermine: Sonntag, 23. September (15 Uhr): TGM Gonsenheim - L.E. Volleys aus Leipzig.

    Samstag, 29. September (20 Uhr): SV Fellbach - TGM.

    Sonntag, 7. Oktober (15 Uhr): TGM - FT 1844 Freiburg.

    Samstag, 20. Oktober (19 Uhr): TSV Zschopau - TGM.

    Samstag, 27. Oktober (18 Uhr): TGM - VSG Coburg/Grub.

    Samstag, 3. November (20 Uhr): GSVE Delitzsch - TGM.

    Sonntag, 11. November (16 Uhr): TG Rüsselsheim - TGM.

    Sonntag, 18. November (15 Uhr): TGM - TuS Durmersheim.

    Samstag, 24. November (19.30 Uhr): TSV Grafing - TGM.

    Samstag, 1. Dezember (18 Uhr): TGM - VYS Friedrichshafen.

    Sonntag, 2. Dezember (15 Uhr): TGM Gonsenheim - ASV Dachau.

    Samstag, 8. Dezember (19.30 Uhr): TSV Niederviehbach - TGM.

    Samstag, 5. Dezember (20 Uhr): L.E. Volleys - TGM Gonsenheim (1. Spiel in der Rückrunde).

    Regionalsport Mainz
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