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Kreis Neuwied

Wettbewerb: Vier Unternehmen für Abwärmenutzung ausgezeichnet

Die Kreisverwaltung setzt mit dem Wettbewerb zur Abwärmenutzung einen Impuls zur Steigerung der Energieeffizienz im gewerblichen Bereich. Vier Unternehmen aus der Region wurden für ihre Projekte von der Kreisverwaltung ausgezeichnet.

Die Kreisverwaltung setzt mit dem Wettbewerb zur Abwärmenutzung einen Impuls zur Steigerung der Energieeffizinez im gewerblichen Bereich. Vier Unternehmen wurden für ihre eingereichten Projekte nun in der Kreisverwaltung ausgezeichnet.
Die Kreisverwaltung setzt mit dem Wettbewerb zur Abwärmenutzung einen Impuls zur Steigerung der Energieeffizinez im gewerblichen Bereich. Vier Unternehmen wurden für ihre eingereichten Projekte nun in der Kreisverwaltung ausgezeichnet.
Foto: honorarfrei

Kreis Neuwied – Die Kreisverwaltung setzt mit dem Wettbewerb zur Abwärmenutzung einen Impuls zur Steigerung der Energieeffizienz im gewerblichen Bereich. Vier Unternehmen, Lohmann und Lohmann & Rauscher aus Feldkirchen, Engers Keramik aus Engers und das Evangelische und Johanniter Krankenhaus Dierdorf/Selters wurden für ihre Projekte nun in der Kreisverwaltung ausgezeichnet.

Industrie und Gewerbe verbrauchen mit 44 Prozent fast die Hälfte der in Deutschland umgesetzten Endenergie und geben davon oft erhebliche Teile als Abwärme in die Umwelt. Im Kreis Neuwied liegt der Wärmeverbrauch im Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen und Industrie derzeit bei 587 000 MWh/a und nimmt 25 Prozent des Gesamtwärmeverbrauchs ein. Umweltdezernent Achim Hallerbach betont: "Abwärmenutzung wirkt doppelt klimaschützend. Zum einen sinkt der Primärenergieverbrauch und damit der CO2-Ausstoß, und zum anderen wird wiederverwendete Abwärme nicht mehr direkt in die Umwelt eingetragen. Die Abwärmenutzung stellt daher ein ökologisch sinnvolles und wirtschaftliches Instrument dar." Dr. Sabine Dyas, IHK-Geschäftsstellenleiterin in Neuwied betonte die Wichtigkeit der Sicherstellung einer wirtschaftlichen Energieversorgung für die Unternehmen.

Die vier Preisträger des Wettbewerbs zeigen, dass sich Investitionen in Energieeffizienz für Unternehmen und Umwelt lohnen: Die Firma Lohmann nutzt die Abwärmeenergie aus Produktionsprozessen zur technischen Reinigung ihrer Abgasströme, anschließend werden damit noch Dampf und Warmwasser erzeugt. Sie spart so teure Primärenergie und entlastet das Klima von unnötigen Wärmeeinträgen. Seit 2002 konnte der Gasverbrauch durch einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess auf unter 10 Prozent der ursprünglichen Menge reduziert werden. Die eingesetzten Techniken laufen sicher und störungsfrei. Dr. Sabine Dyas, IHK Koblenz, überreichte Dirk Hartmann dafür einen Gutschein für die Teilnahme am Praxis-Seminar Energie-Manager im Management Zentrum Mittelrhein.

Auch die Firma Engers Keramik leitet die Wärmeströme wieder zurück in den Produktionsprozess und nutzt diese Energie in verschiedenen Trocknungsstufen. Es können dadurch jährlich 313 000 Kubikmeter Erdgas eingespart werden. Als Preis erhielt der Geschäftsführer des Unternehmens, Ulrich Griesar, aus Händen des Geschäftsstellenleiters der Syna, Patrick Weißenfels, ein Software-Paket der Süwag-Gruppe zum Energie-Con- trolling.

Bei Lohmann & Rauscher gehört die Energieeffizienz fest zur Unternehmensstrategie dazu. Mehr als 100 Maßnahmen wurden in den letzten Jahren umgesetzt. Beim Wettbewerb überzeugten sie mit einem Konzept zur Speisewasservorwärmung eines ihrer Dampfkessel. 15 Prozent Gasanteil können bei einer Amortisationszeit von 2,5 Jahren eingespart werden. Das hat für das klimasensible Neuwieder Becken den Vorteil, dass der Abluftstrom, der an die Umgebungsluft abgegeben wird, nun um 50 Grad kühler ist. Jürgen Henn, Bereichsleiter Wärme bei den Stadtwerken Neuwied, bedankte sich bei Frank Kaufmann mit einem Gutschein für eine Energieberatung im Wert von 2000 Euro.

Das Evangelische und Johanniter Krankenhaus Dierdorf/Selters zeigt, dass auch in sozialen Einrichtungen Abwärmenutzung möglich ist. In Operationsräumen, der Intensivstation, der Sterilisation und in einigen weiteren Räumen wurde eine Wärmerückgewinnung installiert. Achim Hallerbach würdigte das Engagement des Krankenhauses auch mit einer kostenlosen Energieberatung für das Krankenhaus.

Hallerbach bedankte sich im Namen der Kreisverwaltung bei der IHK, den Stadtwerken sowie der Süwag-Gruppe für das Sponsoring des Wettbewerbs. Er betont, dass das Thema Energieeffizienz weiter oben auf der Agenda stehen werde. Es sei geplant, ein Netzwerk Energie für soziale Einrichtungen sowie ein zweites Netzwerk für Gewerbe und Industrie ins Leben zu rufen.

Wirtschaft
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