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    TRW: Seit 50 Jahren auf der Erfolgsspur

    Als einer der großen Arbeitgeber in der Region ist TRW Automotive weltweit ein Synonym für Spitzentechnologie im Automobilbau. Besonders die Bremssysteme aus Koblenz sind weltweit ein Begriff. Das traditionsreiche Unternehmen ist seit genau 50 Jahren am Standort präsent - und steht sehr gut da.

    In Koblenz sind Entwicklung und Produktion unter einem Dach. Dieses  Prinzip zahlt sich auch auf dem harten Weltmarkt aus. TRW hat im Laufe  seiner langen Geschichte immer wieder Maßstäbe gesetzt, wenn es um  Sicherheit im Auto ging. Vor neuen Antrieben haben die Koblenzer keine  Angst.
    In Koblenz sind Entwicklung und Produktion unter einem Dach. Dieses Prinzip zahlt sich auch auf dem harten Weltmarkt aus. TRW hat im Laufe seiner langen Geschichte immer wieder Maßstäbe gesetzt, wenn es um Sicherheit im Auto ging. Vor neuen Antrieben haben die Koblenzer keine Angst.

    Koblenz - Als einer der großen Arbeitgeber in der Region ist TRW Automotive weltweit ein Synonym für Spitzentechnologie im Automobilbau. Besonders die Bremssysteme aus Koblenz sind weltweit ein Begriff. Das traditionsreiche Unternehmen ist seit genau 50 Jahren am Standort präsent - und steht sehr gut da.

    Das Werk in der Carl-Spaeter-Straße 1965. Die Produktionsanlagen  wurden im Laufe der Zeit erheblich vergrößert und immer wieder  modernisiert.
    Das Werk in der Carl-Spaeter-Straße 1965. Die Produktionsanlagen wurden im Laufe der Zeit erheblich vergrößert und immer wieder modernisiert.

    Der Standort in der Carl-Spaeter-Straße ist nicht nur eine moderne Produktionsstätte, sondern auch Sitz des Europäischen Technologiezentrums für Bremssysteme und der globalen Organisation der Elektronikentwicklung von TRW Automotive. Tatsächlich ist Koblenz heute das Zugpferd im europäischen Bremsengeschäft des Konzerns. Mit 600 Millionen US-Dollar Umsatz hat der Standort Koblenz 2010 ein Drittel des gesamten Umsatzes erzielt.

    Bescheidene Anfänge

    Begonnen hat alles am 20. März 1961 - zunächst noch als Ingenieur- und Verkaufsbüro mit dem zu diesem Zeitpunkt noch einzigen Kunden, den Kölner Ford-Werken. Im September 1962 kam es zur Fertigung von Trommelbremsen und damit zur Inbetriebnahme der ersten eigenen Produktionsstätte im Koblenzer Industriegebiet.

    Ende 1964 waren bereits mehr als 380 Mitarbeiter im Koblenzer Werk tätig. Der Status als "verlängerte Werkbank" von Ford wurde schließlich aufgegeben, als die damalige Girling Bremsen GmbH als englische Konzerntochter 1965 die Verantwortung für die Produktentwicklung in Europa übernahm.

    Überaus erfolgreich für den Standort Koblenz sollten die 70er-Jahre werden. Bereits 1972, genau zum zehnjährigen Bestehen des Werks, wurde die Produktion der zehnmillionsten Trommelbremse in Koblenz gefeiert. Ein weiteres Kapitel in der Erfolgsgeschichte des Standortes war die Entwicklung der Faustsattel-Scheibenbremse Colette, von der bis 1992 weltweit mehr als 200 Millionen Stück verkauft wurden. 1976 waren bereits 1000 Mitarbeiter am Standort tätig, der durch zwei neue Produktlinien gestärkt und ausgebaut wurde. 1977 begann die Fertigung von Bremskraftverstärkern, 1984 folgten Entwicklung und Produktion von Antiblockiersystemen (ABS). Zu diesem Zweck waren zuvor die zweite und dritte Produktionshalle errichtet worden. Gleichzeitig wurden die Vertriebsaktivitäten auf alle maßgeblichen Automobilhersteller ausgeweitet.

    Aus den zwei Umbenennungen und zwei Fusionen in den Jahren 1985 bis 1999 ging der Standort Koblenz gestärkt hervor. Das gilt vor allem für die Jahre nach der Vereinigung von Lucas-Varity mit dem US-amerikanischen TRW-Konzern (1999). Seither agiert das fusionierte neue Unternehmen als weltweit gefragter Systemlieferant in der obersten Liga der Automobilindustrie.

    Heute umfasst das Bremssystem-Portfolio Bremskraftverstärker, Schlupfregelsysteme, Scheibenbremsen, last- und druckabhängige Bremsdruckregelventile und nicht zuletzt die Elektrische Parkbremse (EPB). Letztere ist ein absolutes Glanzlicht der Entwicklungen der Koblenzer Ingenieure. Sie haben damit TRW zum weltweiten Marktführer in diesem Produktsegment gemacht. Doch damit nicht genug. Bereits 2002 brachte TRW die erste bremssattelintegrierte elektronische Parkbremse auf den Markt. Sieben Jahre später waren bereits zehn Millionen Einheiten ausgeliefert.

    Neue Antriebe als Herausforderung

    Derzeit sind besonders alternative Antriebskonzepte eine besondere Herausforderung. Der Grund: Die neuen umweltfreundlichen Antriebe erfordern Änderungen bei den konventionellen Bremssystemen. Die Koblenzer Ingenieure haben bereits Antworten auf die neuen Herausforderungen gefunden. Sie entwickelten Systeme für regeneratives Bremsen bei Hybridfahrzeugen. Es gelang ihnen damit, nicht nur den Kraftstoffverbrauch, sondern auch die Emissionen zu reduzieren. Auch die anderen Bereiche sind seit ihrer Einführung kräftig gewachsen: Dazu gehört die 1977 aufgestellte Produktlinie "Actuation" mit mechanischen und später elektronisch gesteuerten Vakuum-Bremskraftverstärkern. Sehr stark ist auch der seit 1984 ständig wachsende Bereich der Schlupfregelsysteme. Dazu zählen ABS, die Antriebsschlupfregelung (ASR), die elektronische Stabilitätskontrolle (VSC/ESP), die dynamische Fahrgeschwindigkeitsregelung (ACC) und elektronische Bremssteuerungssysteme. 2011 geht mit dem EBC 460 die neueste ABS-Generation in Serie.

    Immer mehr mechanische und hydraulische Systeme werden mittlerweile elektronisch gesteuert. Dementsprechend wurde 2007 im TRW-Konzern eine globale Organisation für die passive und aktive Sicherheitselektronik geschaffen - die TRW Electronics Engineering (TEE). Sie hat wie das Europäische Technologiezentrum für Bremssysteme ihren Sitz in Koblenz. Diese Standortentscheidung zeigt zugleich, welche enorme Bedeutung Koblenz inzwischen als Entwicklungsstandort im Konzern hat. Rund 1800 Mitarbeiter beschäftigt der Standort derzeit, davon sind inzwischen 781 Mitarbeiter allein in der Entwicklung tätig. Die Ziele der neuen Organisation für elektronische Innovationen: Die Integration aktiver und passiver Sicherheitssysteme soll weiter vorangebracht werden. Außerdem geht es darum, Synergieeffekte aus dem gesamten elektronikbasierten Produktportfolio zu nutzen.

    Kompetenzen gebündelt

    Für Koblenz war und ist es von großem Vorteil, dass die Stadt für TRW zugleich Entwicklungs- und Produktionsstandort ist. Diese Kombination ergibt eine produktive Bündelung von Fachwissen. Außerdem wird die interdisziplinäre Zusammenarbeit der Unternehmensbereiche gestärkt. Damit gelingt es, Kostenstruktur und Produktqualität zu verbessern. Heute gilt der mit modernsten Fertigungsanlagen ausgestattete Koblenzer Standort als einer der am besten aufgestellten Fabriken in Deutschland. Und nachdem der Standort die tiefste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten gemeistert hat und gestärkt aus ihr hervorgegangen ist, sind seine Aussichten mehr als zufriedenstellend: Die Welt setzt auf Produkte aus Koblenz. ka

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