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    Logistikzentrum kommt nach Rheinböllen: Norma investiert 15 Millionen Euro

    Der Lebensmitteldiscounter Norma errichtet ein großes Logistikzentrum als Umschlagsplatz für Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs in Rheinböllen. Dazu erwirbt das Unternehmen eine 80.000 Quadratmeter große Fläche im Industriegebiet In der Wester südlich der B50.

    So soll das neue Logistikzentrum des Lebensmitteldiscounters Norma südlich der B50 bei Rheinböllen einmal aussehen. Die Einweihung ist im Dezember geplant.
    So soll das neue Logistikzentrum des Lebensmitteldiscounters Norma südlich der B50 bei Rheinböllen einmal aussehen. Die Einweihung ist im Dezember geplant.

    Von unserem Redakteur Markus Lorenz

    Dabei handelt es sich um einen Teil des ehemaligen Munitionsdepots. Unterschrieben sind die Verträge zwar noch nicht, doch die Bagger rollen bereits. "In den nächsten Tagen", so die Verhandlungspartner, sollen die Unterschriften geleistet werden. Das Gelände wurde bereits gerodet, jetzt fallen die Lagerhallen des Konversionsobjektes. Im März soll der Spatenstich erfolgen. Die Eröffnung ist für Dezember terminiert. Von Rheinböllen aus sollen dann die Norma-Filialen in einem Umkreis von rund 100 Kilometern mit Waren versorgt werden.

    Deshalb war die verkehrsgünstige Lage Rheinböllens ein Hauptargument für die Standortwahl des Lebensmitteldiscounters. "Die Lage direkt am Dreieck A61/B50 haben wir für die Versorgung unseres Filialnetzes als geradezu optimal erachtet", erläutert Norma-Niederlassungsleiter Rolf Dieter Kirchner. "Auch die Infrastruktur der umliegenden Orte hat dafür gesprochen. Der Standort Rheinböllen hatte für uns die erste Priorität." Laut Expansionsleiter Harald Neusser läuft derzeit im gesamten Konzern eine Umstrukturierung der Logistik.

    Stadt muss 2,7 Millionen Euro finanzieren

    Von Seiten der Stadt ist man für die großen Pläne des Investors gerüstet. Der Bebauungsplan wurde bereits entsprechend geändert, die Mittel für die Erschließung und den Erwerb des Areals vom Bund sind im laufenden Haushaltsplan eingestellt. 8 Millionen Euro sind dafür veranschlagt, 5,4 Millionen Euro davon sollen aus Fördertöpfen des Landes auf die Hunsrückhöhe fließen. Damit bleiben an Rheinböllen erst einmal 2,7 Millionen Euro an Kosten hängen.

    Um die Erschließung zu finanzieren, musste die Stadt ihre Rücklagen anzapfen. Über den Kaufpreis des Areals für Norma schweigen sich sowohl Bürgermeisterin Bernadette Oberthür als auch die Manager des Lebensmitteldiscounters aus. Beide Seiten sprechen von einem "angemessenen" Preis. Bei den Haushaltsberatungen war von 1,5 Millionen Euro die Rede. In diesen Dimensionen dürfte sich das Geschäft wohl bewegen.

    150 Arbeitsplätze entstehen

    Rheinböllen profitiert langfristig in erster Linie von Steuereinnahmen und Arbeitsplätzen. 150 Mitarbeiter, davon 20 Auszubildende, will Norma in dem Logistikzentrum beschäftigen. Für die Arbeiten gibt es einen genauen Zeitplan: "Spatenstich im März, Richtfest im Sommer, Einweihung im Dezember", nennt Rolf Dieter Kirchner die ehrgeizigen Termine. 15 Millionen Euro investiert Norma in Rheinböllen.

    Die Daten des Neubaus sind beeindruckend. Die Hallenfläche beträgt 23 000 Quadratmeter, 2000 Quadratmeter sind für Büros vorgesehen, auf 3500 Quadratmetern werden Kühl- und Tiefkühlprodukte gelagert. Die Höhe der Halle beträgt 12 Meter, bis zu 10 Meter hohe Regale werden dort untergebracht sein.

    Dritter großer Arbeitgeber für Rheinböllen

    Bernadette Oberthür spricht von einer "großen Chance" für Rheinböllens Stadtentwicklung. "Dank der Arbeits- und Ausbildungsplätze können wir vielleicht erreichen, dass die Jugend nicht mehr vom Hunsrück abwandert." Neben Continental und Hahn-Automation verfüge man bald über einen dritten großen Arbeitgeber.

    "Die Bürgermeisterin hat sich sehr engagiert", unterstreicht Niederlassungsleiter Kirchner. "Wir werden die Verträge in den nächsten Tagen zum Abschluss bringen. Norma wird sich der Verantwortung als Arbeitgeber für den Standort Rheinböllen stellen."

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