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    Rheinland-Pfalz

    IHK: Wirtschaft im Land läuft gut, aber nicht gut genug

    Die Arbeitsgemeinschaft der vier rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern vertreten 250.000 Unternehmen. Davon liegen allein 97.820 im Kammerbezirk Koblenz. Der Konjunkturbericht für den Winter 2016/17 gibt Anlass zur Freude. Die Beschäftigung liegt in Rheinland-Pfalz auf Rekordniveau. Die Wirtschaft boomt.

    IHK-Hauptgeschäftsführer Rössel: Die Wirtschaft brummt.
    IHK-Hauptgeschäftsführer Rössel: Die Wirtschaft brummt.
    Foto: Weber

    Die Auftragsbücher sind voll. Es wird wieder kräftig investiert. Brexit, Sanktionen gegen Russland, ein protektionistischer US-Präsident Donald Trump – all das vermag die gute Stimmung nicht zu trüben. Nicht einmal das Geschäft mit den USA lahmt. „Die Geschäftslage ist sehr erfreulich“, meinte der Koblenzer IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel stellvertretend für die Arbeitsgemeinschaft der übrigen Kammern.

    Doch wie so oft ist der Bessere des Guten Feind. Denn Rheinland-Pfalz hat zwar beachtliche Wirtschaftsdaten, aber im Bundesländervergleich sieht es nicht so gut aus. Anderswo wird viel mehr Profit aus der aktuellen Boomphase gezogen. In Rheinland-Pfalz finden zwar mehr und mehr Menschen Arbeit. Aber der Zuwachs ist mit 0,5 Prozent nur halb so groß wie im Bundesvergleich. Das Ausgangsniveau ist allerdings hoch. Zufrieden sind die Kammern dennoch nicht. „Denn auch beim Bruttoinlandsprodukt hinkt Rheinland-Pfalz hinterher“, meinte Arne Rössel. Das BIP zeigt, wie leistungsstark eine Volkswirtschaft ist.

    Knapp die Hälfte der hiesigen Unternehmen sorgt sich laut Konjunkturumfrage um den Fachkräftemangel und die Rohstoffpreise. Auch die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehen viele Firmen skeptisch. In der Dienstleistungswirtschaft macht sich zudem Unsicherheit breit, ob die Kauflaune der Bürger anhält. Ein paar dunkle Wölkchen sind auch über der Investitionsgüterindustrie aufgezogen. Dementsprechend fällt der Erwartungssaldo leicht. Zu der Investitionsgüterindustrie zählen der Maschinenbau, der Fahrzeugbau und die Elektrotechnik. Investitionsgüter dienen nicht dem schnellen Verbrauch, sondern werden über längere Zeit genutzt.

    Insgesamt steht die rheinland-pfälzische Wirtschaft in allen Branchen und Kammerbezirken gut da. Grundsätzliche Zufriedenheit herrscht offenbar auch mit dem FDP-geführten Wirtschaftsministerium. Das war zur Amtszeit der früheren Ressortchefin Eveline Lemke (Grüne) noch deutlich anders. Wirtschaftsminister Volker Wissing und seinen Staatssekretären hält die IHK-Arbeitsgemeinschaft zugute, dass alle drei viele Firmenbesuche machen, um zu sehen, wo der Schuh drückt. Nun erwartet man auch Konsequenzen. Schwierig findet IHK-Hauptgeschäftsführer Rössel, dass die Digitalisierung im Innenministerium verblieben ist. Dieser Bereich hätte seiner Einschätzung nach ins Wirtschaftsressort gehört. Eine bessere Breitbandanbindung der Gewerbegebiete sei dringend notwendig.

    Von unserem Redakteur Dietmar Brück

     

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