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    Vermisstes Au-Pair Mary wollte weg aus Steimel

    Steimel/Altenkirchen – Seit Dienstag ist Mary Gathirimu verschwunden. Die Polizei hat ihre Ermittlungsmaschinerie angeworfen, doch bisher verlief die Suche nach der jungen Kenianerin erfolglos.

    Wo ist die junge Kenianerin, die als Au-Pair-Mädchen im Westerwald lebte? Mary Gathirimus Tasche mit Geld und Ausweisen wurden am Tag nach ihrem Verschwinden in einem Gebüsch gefunden.
    Wo ist die junge Kenianerin, die als Au-Pair-Mädchen im Westerwald lebte? Mary Gathirimus Tasche mit Geld und Ausweisen wurden am Tag nach ihrem Verschwinden in einem Gebüsch gefunden.

    Steimel/Altenkirchen – Seit Dienstag ist Mary Gathirimu verschwunden. Die Polizei hat ihre Ermittlungsmaschinerie angeworfen, doch bisher verlief die Suche nach der jungen Kenianerin erfolglos.Wie die Polizei informiert, ermittelt sie „in alle Richtungen“.

    Derzeit schließen die Beamten der Kripo auch ein Gewaltverbrechen nicht aus. Das können sie in erster Linie deswegen nicht von der Hand weisen, weil eine Joggerin am Mittwochmorgen die Tasche der Afrikanerin in einem Gebüsch zwischen Steimel und Sensensbach gefunden hat.
    Die persönlichen Dinge darin haben Kriminalisten bereits untersucht. Ob das zu weiteren Anhaltspunkten über den aktuellen Aufenthaltsort der Frau geführt hat, dazu macht die Polizei noch keine Angaben. Dafür geht sie einigen anderen Spuren nach, die zu Gathirimu führen könnten.

    So gilt als gesichert, dass sich die 20-Jährige am Dienstag um 9 Uhr beim Metzger in Steimel nach Busverbindungen ins 30 Kilometer entfernte Neuwied erkundigt hat. Zudem gibt es „vage Hinweise“, dass sie sich im Raum Frankfurt aufhalten könnte.

    Junge Frau aus Nairobi fühlte sich im ruhigen Westerwaldort nicht wohl

    Wie die Polizei aktuell mitteilt, lebt Mary Gathirimu seit Ende 2009 in Deutschland und hatte an mehreren Orten gewohnt, zuletzt seit April 2010 in einem Haushalt in Steimel in einer Gastfamilie.

    Während die Polizei fieberhaft nach der Kenianerin sucht, macht sich ihre Gastfamilie in Steimel Sorgen. Bürgermeister Wolfgang Kunz, der ebenfalls im Ortsteil wohnt, unterstützt die Familie. Sowohl Gastmutter als auch Kunz hoffen angesichts der bisherigen polizeilichen Erkenntnisse, dass Mary nichts Schlimmes zugestoßen ist. Beide gehen davon aus, dass die junge Frau von sich aus verschwunden ist.

    In dem kleinen Ort im Westerwald schien sich die junge Frau aus Nairobi nicht wohl zu fühlen. Nachts habe sie oft im Internet nach neuen Möglichkeiten gesucht, berichtet die Gastmutter.

    Arbeitsverhältnis wurde gekündigt – "in beiderseitigem Einvernehmen"

    Lieber als die AuPair-Stelle wollte sie ein Freiwilliges Soziales Jahr in einer Großstadt beginnen. Deshalb war man überein gekommen, das Arbeitsverhältnis in Steimel im gegenseitigen Einvernehmen zu kündigen. Allerdings hätte eine fehlende Anstellung die Aufenthaltsgenehmigung von Mary Gathirimu gefährden können.

    Als die 20-Jährige am Dienstagmorgen, 22. Juni, das Haus verließ, ging man bei ihren Gasteltern davon aus, das sie nach Neuwied fahren wolle. Gegen 9 Uhr erkundigte sich Mary Gathirimu denn auch in einer Metzgerei in Steimel nach Busverbindungen nach Neuwied.

    Vage Hinweise deuten auf den Raum Frankfurt/Main

    Weiter ermittelte die Polizei, dass die junge Frau gegen 12.35 Uhr von Neitzert nach Straßenhaus getrampt ist. Während der Fahrt hat sie erzählt, dass sie eine Freundin in Straßenhaus besuchen wolle.

    Nach wie vor ist der aktuelle Aufenthalt der Schwarzafrikanerin nicht bekannt und es wird in alle Richtungen ermittelt. Derzeit liegen, so die Polizei, keine konkreten Anhaltspunkte für eine Straftat vor. Aktuell gebe es vage Hinweise, dass sich die Frau im Raum Frankfurt/Main aufhalten könnte.

    Persönliche Gegenstände werden untersucht

    Die am Mittwoch gegen 8.00 Uhr an einem Feldweg in der Ortsrandlage von Steimel aufgefundenen persönlichen Gegenstände der jungen Frau wurden kriminaltechnisch untersucht und ausgewertet. Ergänzend wird ein Spezialhund an der Fundstelle in Steimel eingesetzt.

    Die Polizei bittet dringend um Hinweise zum Aufenthalt der jungen Frau und fragt: Wer hat die junge Schwarzafrikanerin aus dem Raum Altenkirchen oder Neuwied als Anhalterin in einem Fahrzeug mitgenommen oder in sonstigen öffentlichen Verkehrsmitteln gesehen hat.

    Kontakt: Kriminalinspektion Betzdorf, Telefon: 02741/926-0 oder jede andere Polizeidienststelle.

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