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    Oestrich-Winkel

    Trotz Entwarnung: Lage in Oestrich-Winkel weiter kritisch

    Nach dem Giftgas-Unfall in Oestrich-Winkel haben die Behörden Entwarnung für die Bevölkerung gegeben. Bürger sollten jedoch auf Lautsprecherdurchsagen der Polizei achten, denn noch läuft die chemisch-thermische Reaktion, die zu dem Unfall geführt hat.

    Oestrich-Winkel - Nach dem Giftgas-Unfall in Oestrich-Winkel haben die Behörden Entwarnung für die Bevölkerung gegeben.

    Bürger sollten jedoch auf Lautsprecherdurchsagen der Polizei achten, denn noch läuft die chemisch-thermische Reaktion, die zu dem Unfall geführt hat. Der Einsatz ist entgegen einer Mitteilung eines Sprechers des Rheingau-Taunus-Kreises noch nicht beendet.

    Nach dem Gefahrgutunfall am Montag auf dem Gelände des kunststoffverarbeitenden Betriebes Koepp in Oestrich-Winkel, ist in der Nacht erneut Gefahrenstoff ausgetreten. Das Polizeipräsidium Westhessen teilte auf Anfrage der Mainzer Rhein-Zeitung mit, dass es zu einer Verpuffung kam, nachdem der Druck im Chemikalientank zu hoch wurde. "Das kann noch Tage andauern. Der Tank wird mit Rheinwasser gekühlt und beobachtet. Momentan ist die Lage stabil", sagte Polizeisprecher Markus Hoffmann. "Der Austritt von weiteren Gefahrenstoffen ist nicht auszuschließen",Der Chemikalientank werde weiter gekühlt, das Stoppen der chemischen Reaktion könne aber bis zu 48 Stunden dauern. "Deshalb nach wie vor der deutliche Hinweis an die Bevölkerung, wachsam zu sein."

    Auf Lautsprecherdurchsagen achten

    Falls erneut Gefahrenstoff austritt, dann informiert die Polizei per Lautsprecherdurchsagen und Radiosender. Im Falle eines Alarms ist Folgendes zu tun: Bewohner des Ortsteils Oestrich sollten in geschlossenen Räumen bleiben und Fenster und Türen schließen. Darüber hinaus sollten vorsorglich Belüftungseinrichtungen und Klimaanlagen in Fahrzeugen und Wohnhäusern ausgeschaltet werden. In den Ortsteilen Oestrich und Hattenheim sollte sich die Bevölkerung südlich der Bahnlinie nicht über einen längeren Zeitraum im Freien aufhalten.

    Bislang mussten keine Anwohner evakuiert werden. Am Montag war zwischenzeitlich geplant gewesen, Hunderte Menschen aus der Gefahrenzone zu bringen, nachdem blausäurehaltiges Gas in der Schaumstofffabrik ausgetreten war. Nach Behördenangaben war die Chemikalie bei einem Ladevorgang durch ein Sicherheitsventil ausgetreten. Blausäure ist hochgiftig. Sie hemmt die Zellatmung und führt zur inneren Erstickung. Neun Feuerwehrleute sind leicht verletzt worden. ax

    Unter der Telefonnummer 06723/992148 ist für ratsuchende Bürger ein Infotelefon eingerichtet!

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