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Mainz

Tod der Ehefrau – acht Jahre Haft gefordert

Weil er seine Frau laut Anklage zu Tode getreten hat, soll ein 49-Jähriger nach Ansicht der Mainzer Staatsanwaltschaft für acht Jahre hinter Gitter. Der Mann ist wegen Totschlags angeklagt, die Staatsanwältin plädierte am Dienstag vor dem Landgericht Mainz jedoch auf Körperverletzung mit Todesfolge. Als Laie könne man nicht erkennen, dass Schläge und Tritte in den Bauch der Frau eine tödliche Leberverletzung hervorgerufen hätten, so die Begründung. Der Verteidiger forderte nur zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen Körperverletzung mit Todesfolge im minderschweren Fall.

Mainz – Weil er seine Frau laut Anklage zu Tode getreten hat, soll ein 49-Jähriger nach Ansicht der Mainzer Staatsanwaltschaft für acht Jahre hinter Gitter. Der Mann ist wegen Totschlags angeklagt, die Staatsanwältin plädierte am Dienstag vor dem Landgericht Mainz jedoch auf Körperverletzung mit Todesfolge.

Als Laie könne man nicht erkennen, dass Schläge und Tritte in den Bauch der Frau eine tödliche Leberverletzung hervorgerufen hätten, so die Begründung. Der Verteidiger forderte nur zwei Jahre Haft auf Bewährung wegen Körperverletzung mit Todesfolge im minderschweren Fall.

Der angeklagte Paketdienstunternehmer aus Udenheim (Kreis Alzey- Worms) soll seine 46-jährige Ehefrau getötet haben, weil sie nicht vom Alkohol habe lassen können. "Ich kann mir nicht erklären, warum sie gestorben ist", sagte der 49-Jährige vor Gericht. Die schweren inneren Verletzungen seien ihm ein Rätsel. Er gab zu, die mit 4,1 Promille stark alkoholisierte Mutter der gemeinsamen vierjährigen Tochter nachts geschlagen, auf ein Bett gestoßen und die Tür hinter sich zugezogen zu haben. "Ich war verzweifelt. Ich liebte sie und verspürte zugleich tiefen Hass", sagte er.

Nachbarn gaben an, das spätere Opfer immer wieder übersät mit blauen Flecken gesehen zu haben. Auch ihr Neigung zum Alkohol war Zeugen zufolge nicht verborgen geblieben. Eine Zeugin sagte: "Ihr Tod war für uns keine Überraschung." Man habe regelmäßig gewarnt: "Der schlägt dich noch tot." Die Staatsanwältin nannte die Ereignisse eine "Chronik eines sich ankündigenden Todes". Nach Darstellung der Verteidigung hatte der Angeklagte in seiner Hilflosigkeit einen Kontrollverlust erlitten. Er sei nicht der typische Gewalttäter und immer wieder von seiner Frau provoziert worden. Das Urteil wurde am Mittwoch (11.00 Uhr) erwartet.

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