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KoblenzTag der Computervisualistik: Weitere Projekte und Ideen der Koblenzer Studenten

Am Freitag, 29. Juni, präsentieren Koblenzer Studenten beim Tag der Computervisualistik auf dem Campus ihre Projekte und Ideen. Hier stellen wir drei weitere kurz vor:

Aliens greifen Uni an: Während der Buga konnten Besucher durch ein digitales Fernrohr mit interaktiver Software am Rheinufer Dinge sehen, die es gar nicht mehr gibt: die historische Bootsbrücke über den Rhein, die Pfaffendorfer Brücke, über die Eisenbahnen rauschen. Jetzt arbeiten Studenten am Nachfolger des „Telarscopes“. Das Teleskop soll dabei auf dem Campus aufgestellt werden. Beim Durchschauen durch das „Gamescope“ kann man Spiele wie Tetris oder Space Invaders spielen. Die Spielwelten werden in den Campus integriert – Steine können bei Tetris auch auf die realen Gebäude der Universität fallen, bei Space Invaders versuchen Aliens, die Uni zu übernehmen.

Mit den Augen spielen: Ausschließlich durch die Blickbewegungen des Benutzers wird das Spiel EyeGrab gesteuert. Studenten haben es bei einem Projekt am Institut „Web Science and Technologies“ entwickelt. Mithilfe eines sogenannten Eye Trackers, also einem Gerät zur Erfassung der Augenbewegungen vor dem Bildschirm, wird aufgezeichnet, welchen Punkt auf dem Bildschirm der Spieler fixiert. Aufgabe beim Spiel ist es, herunterfallende Bilder in verschiedene Kategorien einzusortieren, zum Beispiel ein Gebäudefoto in die Kategorie „Haus“. Dazu wählt der Spieler jeweils ein Bild durch Fixierung mit den Augen aus und ordnet es ebenfalls anhand von Augenbewegungen der richtigen Kategorie zu.

Das Handy kennt die richtigen Wörter: Das Handy kann hellsehen – und schlägt dem Nutzer, der einen Text, zum Beispiel für eine E-Mail, eingibt, das nächste Wort vor, noch bevor er angefangen hat, es einzutippen: Dank einer Idee von Rene Pickhardt, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Uni Koblenz, ist das keine Science Fiction mehr. Bei einem Kurs der Deutschen Schülerakademie hatte Pickhardt die begabten Schüler Till Speicher aus Saarbrücken und Paul Wagner aus Darmstadt kennengelernt. Als die beiden ein Projekt für „Jugend forscht“ suchten, schlug Pickhardt ihnen vor, eine seiner Ideen auszuarbeiten. Das Ziel: Das Schreiben mit Smartphones wie dem iPhone sollte drastisch beschleunigt werden. Die zu entwickelnde Software sollte – mit „hellseherischen Fähigkeiten“ ausgestattet – das nächste Wort des Benutzers korrekt vorschlagen. Dafür wurden die Texte aus 23 000 deutschen Büchern von einem Computerprogramm verarbeitet und in einer speziellen Datenstruktur abgespeichert. Die Arbeit der beiden jungen Forscher hat Erfolg: In zwei von drei Fällen bietet die Software Typology das richtige Wort an. Bisher bekannte Methoden schaffen gerade halb so viele – insbesondere stimmt bei dem von Rene Pickhardt erdachten Algorithmus die Grammatik der Verben und Adjektive fast immer.

Mehr Infos auf der Uni-Internetseite

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