40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Steuerzahlerbund schickt Fragenkatalog an FCK und Stadiongesellschaft
  • Aus unserem Archiv
    Mainz

    Steuerzahlerbund schickt Fragenkatalog an FCK und Stadiongesellschaft

    Der Bund der Steuerzahler Rheinland-Pfalz lässt in der Diskussion um mögliche illegale Beihilfen für den Fußball-Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern nicht locker. In einem elfseitigen Schreiben seien Fragen an den Verein sowie die städtische Stadiongesellschaft gestellt worden, teilte der Steuerzahlerbund am Freitag in Mainz mit.

    Das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern
    Das Luftbild vom Fritz-Walter-Stadion.
    Foto: Ronald Wittek/Archiv - DPA

    Der Bund sieht unter anderem in einer zu Zweitligazeiten verringerten Stadionpacht sowie bei der Finanzierung des Stadionausbaus zur Fußball-WM 2006 illegale Beihilfen für den Club. Landesregierung und Stadiongesellschaft sind anderer Meinung. Auch der Verein hatte die Vorwürfe scharf zurückgewiesen.

    FCK und Stadiongesellschaft hätten zugesagt, die Fragen zu beantworten, sagte der Geschäftsführer des Steuerzahlerbundes, René Quante. «Nach der von der Stadt Kaiserslautern betriebenen Politik des Schweigens ist das ein echter Fortschritt.»

    Nach einem neuen Pachtmodell zahlt der Verein in der Ersten Liga eine Pacht von 3,6 Millionen Euro, in der Zweiten Liga von 2,4 Millionen Euro pro Saison. Zuvor lag sie bei einheitlich 3,2 Millionen Euro. Der Steuerzahlerbund moniert, dass schon 3,2 Millionen Euro zu niedrig gewesen seien, um den 65-Millionen-Euro-Kredit der Stadiongesellschaft ohne Hilfe der Steuerzahler tilgen zu können. In Zweitligazeiten werde nicht einmal der Zinsaufwand gedeckt. Der Steuerzahler müsse einspringen, um die FCK-Kasse zu schonen.

    Aufgeklärt wissen will der Steuerzahlerbund auch, warum die Stadiongesellschaft 2003 ein Nachwuchsleistungszentrum für 6,1 Millionen Euro kaufte, das nun für 2,6 Millionen Euro an den FCK zurückgegeben werden soll. Der Erlös solle zudem nicht in die Rücklage für die Kredittilgung fließen, sondern in einen Pachtzins-Pool, der die geringeren Zahlungen des Vereins für das Stadion in Zweitligazeiten ausgleichen soll.

    Im Falle des Stadionausbaus für die WM 2006 sei vereinbart gewesen, dass der Verein Kostenerhöhungen übernehme. Von dieser Verpflichtung sei der FCK nachher aber wegen finanzieller Probleme befreit worden. Land und Stadt hätten letztlich Mehrkosten von rund 24 Millionen Euro beglichen. Der Steuerzahlerbund empfahl dem Land, der Stadt Kaiserslautern und der Stadiongesellschaft, mögliche Rückerstattungsansprüche gegenüber dem Verein unbefangen zu prüfen.

    Rheinland-Pfalz
    Meistgelesene Artikel
    epaper-startseite
    Anzeige
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Das Wetter in der Region
    Dienstag

    8°C - 22°C
    Mittwoch

    10°C - 21°C
    Donnerstag

    13°C - 21°C
    Freitag

    11°C - 17°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!