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    Mainz

    Schülerrückgang: Ahnen prüft Schließung von bis zu 20 Realschulen

    Die Realschulen werden in den kommenden Jahren weniger Schüler haben. Deshalb will Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) die Schließung von maximal 20 Schulen bis Sommer 2014 prüfen.

    Doris Ahnen
    Bildungsministerin von Rheinland-Pfalz, Doris Ahnen.
    Foto: F. v. Erichsen/Archiv - DPA

    Rheinland-Pfalz - Die Realschulen werden in den nächsten Jahren weniger Schüler haben - Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) will deshalb die Schließung von maximal 20 Schulenbis Sommer 2014 prüfen.

    Für 20 Realschulen plus stehe fest, dass sie zum Sommer 2014/2015 nur bis zu zwei Parallelklassen pro Stufe hätten, sagte Ahnen am Donnerstag in Mainz. Um ein praxisnahes Angebot zu haben, seien aber drei Parallelklassen notwendig. Weil sie wohnortnahe Schulen so weit wie möglich erhalten wolle, würden Ausnahmen geprüft. „Es werden mit Sicherheit nicht 20 (Schulschließungen) sein.“

    Von einer Schließung sind vor allem Schulen in Regionen mit Bevölkerungsrückgang betroffen - konkrete Angaben machte Ahnen nicht. Im kommenden Schuljahr gibt es laut Ministerium 186 Realschulen plus im Land. Während im Schuljahr 2011/2012 noch fast 90 000 Schüler Realschulen besuchten, sinke die Zahl bis 2020/2021 auf rund 66 000. Ahnen will mit den Schulträgern prüfen, ob betroffene Schulen vom Angebot oder Standort her so wichtig sind, dass sie beibehalten werden. „Es geht darum, dass in der Region ein Angebot erhalten bleiben muss.“ Auch ein Moratorium von zwei bis fünf Jahren sei möglich.

    „Es wäre blauäugig zu sagen, jeder Schulstandort bliebe erhalten“, sagte Ahnen. „Es werden weitere hinzukommen, die zu prüfen sind.“ Das Problem sieht sie bald auch für Gymnasien oder Integrierte Gesamtschulen. Die Realschule plus ist eine Schulform, die aus der Zusammenführung von Real- und Hauptschulen hervorgegangen ist.

    Die CDU im Landtag warnte vor einem „Schulschließungsprogramm“. Bildungspolitikerin Bettina Dickes forderte, Schulen auf dem Land zu erhalten. „Schule muss erreichbar bleiben“, forderte sie. Die CDU-Fraktion habe schon 2008 zwei Parallelklassen für Realschulen plus gefordert. Der Landesverband der Realschullehrer strebt nach eigenen Angaben einvernehmliche Lösungen an. Auch in kleinen Schulen müsse aber das komplette Fächerangebot erhalten bleiben.

    Der Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) forderte die Landesregierung auf, bei geplanten Schließungen oder Zusammenlegungen von Schulen nach einvernehmlichen Lösungen zu suchen. Die Landesregierung müsse „das Kind ihrer Schulstrukturreform besser pflegen“, forderte der VDR-Landesvorsitzende Bernd Karst. Dazu gehöre, dass auch kleine Schulstandorte optimal ausgestattet werden müssten, um das volle Fächer- und Differenzierungsangebot vorhalten zu können.

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