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Rheinland-Pfalz

Schnee und Eisglätte in der Region: Mehrere Unfälle und liegengebliebene Lastwagen

Erneuter Wintereinbruch in Rheinland-Pfalz: Glatteis und Schnee sorgten am frühen Donnerstagmorgen für Behinderungen im Berufsverkehr. In der Region ereigneten sich mehrere Unfälle.

Schnee und Eis: Auch auf der B 42 zwischen Lahnstein und Koblenz staute der Verkehr am Donnerstagmorgen vor dem Glockenbergtunnel, der die Bundesstraße mit der Pfaffendorfer Brücke verbindet.
Schnee und Eis: Auch auf der B 42 zwischen Lahnstein und Koblenz staute der Verkehr am Donnerstagmorgen vor dem Glockenbergtunnel, der die Bundesstraße mit der Pfaffendorfer Brücke verbindet.
Foto: Christopher Wolf

Zwischen 7 und 10 Uhr gab es etwa 15 Unfälle in Koblenz, vor allem Auffahrunfälle und Kollisionen mit der Leitplanke. Dabei gab es auch einen Leichtverletzten. Die Kurt-Schumacher-Brücke musste in Fahrtrichtung Moselweiß zwischenzeitlich voll gesperrt werden, weil sich ein Lastwagen quergestellt hatte.

Der Busverkehr der EVM Verkehrs GmbH wurde derweil am frühen Morgen komplett eingestellt, "man kommt einfach nicht durch, und es ist zu gefährlich", hieß es zunächst aus der Pressestelle. Dann die Entwarnung: Seit 10.45 Uhr sind die Busse wieder auf allen Strecken unterwegs.

Auf der B 42 zwischen Koblenz und Lahnstein blockierte ein Lastwagen seit kurz nach 8 Uhr die rechte der beiden Fahrspuren. Eine ähnliche Situation stellte sich auf der B 9 in Fahrtrichtung Koblenzer Innenstadt dar: Auch hier war ein Lkw in Höhe des Hauptbahnhofs liegengeblieben. Stockender Verkehr nicht nur auf dieser Strecke: Auch auf der Südbrücke sowie vor und hinter der Pfaffendorfer Brücke standen die Autofahrer im Stau, der Verkehr rollte nur im Schritttempo.

Ein Lastwagen hat auf der Hunsrückhöhenstraße bei Koblenz auf schneeglatter Fahrbahn die Mittelleitplanke durchbrochen.
Ein Lastwagen hat auf der Hunsrückhöhenstraße bei Koblenz auf schneeglatter Fahrbahn die Mittelleitplanke durchbrochen.
Foto: dpa

Auf der Hunsrückhöhenstraße zwischen dem Remstecken und Koblenz, in Höhe der Abfahrt zum Oberwerth, ist um 10.28 Uhr ein Lastwagen auf schneeglatter Fahrbahn verunglückt. Er durchbrach die Leitplanke. Das Führerhaus und der Anhänger sind verkeilt. Der Lkw muss mittels Schwerlastkran geborgen werden. Einspurige Verkehrsführung in beide Richtungen ist die Folge. Immerhin: Niemand wurde bei dem Unfall verletzt, wie die Polizei mitteilte.

Zwischen Neuwied-Feldkirchen und Irlich (Kreis Neuwied) musste die B 42 am Morgen infolge eines Unfalls vorübergehend gesperrt werden. Auch auf der Landstraße zwischen Hillscheid im Westerwald und Vallendar (Kreis Mayen-Koblenz) hatte sich ein Lastwagen festgefahren, was zu Verkehrsbehinderungen führte. Im Neuwieder Stadtgebiet kam es zwischen 7.30 und 11 Uhr laut Polizei zu sieben Unfällen, bei denen aber glücklicherweise keine Menschen verletzt wurden.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte bereits am Mittwoch vor diesem Wetterumschwung. Es breitet sich ein Wolkenband von Westen aus. Bis Freitagnacht überquert die Front Deutschland ostwärts und bringt Niederschläge mit. Da der Boden vielerorts noch gefroren ist und in Bodennähe Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes herrschen können, besteht teilweise erhöhte Glatteisgefahr durch überfrierenden Regen.

Schnee und Eis machten das Autofahren vielfach zu einer Schlitterpartie. Wie hier in Schönborn im Rhein-Lahn-Kreis war Vorsicht geboten.
Schnee und Eis machten das Autofahren vielfach zu einer Schlitterpartie. Wie hier in Schönborn im Rhein-Lahn-Kreis war Vorsicht geboten.
Foto: Dagmar Schweickert

Auch der Rhein-Lahn-Kreis ist fest in Winterhand: Wie die beispielsweise die Polizeiinspektion Diez gegenüber unserer Zeitung mitteilt, haben sich aufgrund des starken Schneefalls am Vormittag mehrere Unfälle ereignet. Sowohl in Burgschwalbach und Aull als auch zwischen Birlenbach und Diez kam es aufgrund der Wetterverhältnisse zu Blechschäden. Verletzt wurde niemand. Mehrmals waren Fahrzeuge in den Graben gerutscht und mussten geborgen werden. An einem Unfall war ein Lkw beteiligt, der von der Fahrbahn abgekommen ist. Die Polizei ist derzeit dabei, die verschiedenen Vorkommnisse abzuarbeiten. In den Schulen der Region wurden viele Kinder vom Unterricht abgemeldet, weil sie die Schulen aufgrund des Wetters nicht erreichen konnten. Räum- und Streufahrzeuge sind auf den Straßen im Einsatz. An den Schulen im Einrich (Realschule plus/FOS und Grundschule in Katzenelnbogen) sind rund ein Drittel der Schüler nicht erschienen.

Rutschpartien und Behinderungen im morgendlichen Berufsverkehr gab's auch im Westerwald. Quer stehende Busse und Lkw führten überall zu Staus und stockendem Verkehr. Teilweise ging nichts mehr auf den Straßen. Die meisten Autofahrer reagierten aber besonnen auf den Wetterumschwung und fuhren auf den zugeschneiten Straßen im Schritttempo. Laut Polizei gab es in der Region mehrere kleine Unfälle und liegengebliebene Lastwagen. Dabei blieb es zumeist bei kleineren Blechschäden.

Stau auf der A48 bei Höhr-Grenzhausen.
Stau auf der A48 bei Höhr-Grenzhausen.
Foto: Markus Scheid

Die Westerwälder Feuerwehren mussten wetterbedingt nicht ausrücken. "Für uns war das ein ganz normaler Westerwälder Wintertag. Die Feuerwehren waren wegen des Winterwetters nicht im Einsatz", sagte Kreisfeuerwehrinspekteur Axel Simonis auf Anfrage. "Trotz Schnee und Eis blieb es bei uns ganz ruhig. Es wurde kein Schadensereignis gemeldet, auch nicht auf den Autobahnen", zog Simonis erleichtert Bilanz. Trotzdem mussten Verkehrsteilnehmer auf den Autobahnen – etwa rund ums Dernbacher Dreibach – länger warten. Wie eigentlich immer bei solchen Wetterverhältnissenstaute es sich auf der A3 bei Ransbach-Baumbach in Richtung Köln. Die A48 war wegen eines rangierenden Lastwagens in Richtung Koblenz kurzzeitig sogar komplett gesperrt. Auch hinauf in den Westerwald ging es nur sehr schleppend voran.

Wegen Straßenglätte ereigneten sich im Dienstgebiet der Polizeiinspektion Bad Neuenahr-Ahrweiler fünf Verkehrsunfälle. Es wurde niemand verletzt. Der entstandene Schaden liegt bei ca. 12.000 Euro. So rutschte in Grafschaft-Oeverich, auf der Landskroner Straße, ein Auto gegen eine Straßenlaterne.

In Höhe des Innovationsparks, auf der L 79, kam ein Auto von der Fahrbahn ab und beschädigte ein Verkehrszeichen. Auf der Landstraße zwischen Kalenborn und Hilberath rutschte eine Autofahrerin wegen Schneeglätte in den Straßengraben. Das Fahrzeug musste von einem Abschleppwagen geborgen werden.

Nachdem es gegen 7.30 Uhr zu schneien begonnen hat, ist es seitdem zu mehr als 50 witterungsbedingten Verkehrsunfällen im Dienstgebiet des Polizeipräsidiums Mainz gekommen. Zehn Unfälle ereigneten sich davon im Stadtgebiet Mainz. Auf den Autobahnen, Bundes- und Landstraßen sind zahlreiche Fahrzeuge ins Rutschen geraten, haben sich gedreht und sind dabei gegen Leitplanken oder geparkte Fahrzeuge geprallt. An einigen Steigungen konnten Lastwagen nicht weiterfahren. Zwischen Lerchenberg und Drais kam es gegen 7.50 Uhr zu einem Frontalzusammenstoß zwischen zwei Autos. Beide Fahrer wurden dabei verletzt und sind durch den Rettungsdienst versorgt und in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Straße war für Aufräumarbeiten bis circa 9.30 Uhr gesperrt.

me/eck/mis/sem

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