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Bad Kreuznach

Schmusesänger wollen ins Fan-Schlafzimmer

Die Schlagermusik mit frischem Wind entstauben und dafür auch mal etwas tiefer in die Herzensbrecher-Klischeekiste greifen: Das ist die Idee, mit der die Gruppe "Die Traumprinzen" am nationalen Markt den Durchbruch schaffen will.

Bad Kreuznach. Die Schlagermusik mit frischem Wind entstauben und dafür auch mal etwas tiefer in die Herzensbrecher-Klischeekiste greifen: Das ist die Idee, mit der die Gruppe "Die Traumprinzen" am nationalen Markt den Durchbruch schaffen will.

Die selbst ernannten Prinzen kommen nicht etwa romantisch verklärt mit Ross und Rüstung dahergeritten, sondern setzen auf ihr "Bravo"-taugliches Zahnpastalächeln und präsentieren – wenn's passt – auch gern ihre nackten, durchtrainierten Oberkörper vor der Kamera, um sich die Frauenwelt untertan zu machen. Mit dabei ist der Bad Kreuznacher Daniel Hogan (28).

"Erste und einzige Popschlager-Boygroup"

Das topmodische Trio bezeichnet sich selbst als "erste und einzige Popschlager-Boygroup", singt aber keine englischen Texte, sondern ausschließlich deutsche Schlager. Daniel Hogan, André Parker (30) und Dave Cavallo (30) lernten sich über das Internet kennen. "Wir wurden nicht gecastet, sondern haben selbst zusammengefunden", sagt Hogan.

Sie suchten sich einen Manager, nahmen im Studio die ersten Demostücke auf und wurden unter Vertrag genommen. Klingt simpel, ist für den Bad Kreuznacher aber nicht selbstverständlich: "Wir wussten ganz genau, dass die Musikindustrie extrem hart und übersättigt ist." Deshalb versuchen das Trio gleichzeitig, in eine Marktlücke zu stoßen. Mittlerweile haben sie auch einen Produzenten gefunden und zwei Stücke veröffentlicht: "Himmel und Hölle" und "Wer bin ich?".

Rezept: Schlichte Texte, eingängige Melodien

Ihre Texte und Melodien sind wenig anspruchsvoll, setzen dafür mehr auf Eingängigkeit ("Du hast den Himmel und die Hölle bestellt, ich zeige dir heut‘ noch die ganze Welt."). Stimmungsmusik, mit der die Dreier-Kombo schon bei einem Schlagerfestival in der Kölner Lanxess Arena und auf der Berliner Fanmeile vor 20 000 Menschen aufgetreten ist. "Das war für mich bislang einer der Höhepunkte", sagt Hogan. Auf der Bühne setzen "Die Traumprinzen" auf Bewegungen, die leicht imitier- und tanzbar sind. Ähnlich wie bei Olaf Hennings "Cowboy und Indianer".

"Wir wollen auffallen"

"Wir wollen auffallen", gibt Hogan bereitwillig zu. Dabei verzeichnen sie auch erste Erfolge. Denn bald folgen die ersten Fernsehauftritte. Bei ihrer Suche nach einer Wohngemeinschaft in Köln hatten sie ein Kamerateam von VOX im Gepäck (zu sehen voraussichtlich im Mai bei "Mieten, Kaufen, Wohnen"). RTL begleitete die drei Schlagerprinzen zudem bei einer Tour, zu der sie auf ihrer Internetseite www.traumprinzen.com und bei Facebook aufgerufen hatten. Sie baten ihre Fans, sie zu Auftritten in ihre Schlafzimmer einzuladen. Der Beitrag zur "Schlafzimmertour" läuft am morgigen Freitag im RTL-Mittagsjournal "Punkt 12".

Hogan erinnert sich in diesem Zusammenhang an einen Besuch in einer Hochhaussiedlung. Eine junge Frau hatte die Band in ihre Ein-Zimmer-Wohnung eingeladen. "Es war alles superschön dekoriert, wir bekamen Essen gereicht, und sie hatte alle ihre Freundinnen eingeladen", sagt Hogan. Die Traumprinzen trällerten ihre Schlager und ließen ihre T-Shirts fallen. "Warum mit Reizen geizen?", sagt Hogan und lacht. "Für diese Sache hat's einfach gepasst."

Von unserer Redakteurin Denise Bergfeld



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