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    Sanierungskonzept: Am Hahn werden 100 Jobs abgebaut

    Harter Schnitt am Flughafen Hahn: Bis 2018 sollen im Hunsrück 100 Stellen abgebaut werden. Das erklärte Hahn-Aufsichtsratschef Salvatore Barbaro (SPD) nach einer gut fünfstündigen Sitzung des Kontrollgremiums. Dabei soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

    Stairway to heaven: Flughafen Hahn. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa
    Stairway to heaven: Flughafen Hahn.
    Foto: Fredrik von Erichsen/dpa

    Von unserem Redakteur Dietmar Brück

    Der Personalabbau wird nach Willen von Landesregierung, Aufsichtsrat und Flughafengeschäftsführung sozialverträglich erfolgen. Zum Teil werden Stellen nicht nachbesetzt, externe Aufgaben künftig intern erledigt oder Jobs verlagert. Gibt die EU grünes Licht für den Verkauf von Grundstücken und Gebäuden, können beispielsweise 15 Mitarbeiter von der Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH zum Landesbetrieb Liegenschafts- und Baubetreuung (LBB) wechseln.

    Ingesamt sind von dem "erweiterten Sanierungskonzept" 80 interne und 20 externe Stellen betroffen. Die Zahl der Mitarbeiter wird von derzeit mehr als 370 auf rund 300 reduziert. Für den Fall, dass sich die wirtschaftliche Lage des Flughafens weiter verschlechtern sollte, wollte Barbaro betriebsbedingte Kündigungen für die Zukunft nicht gänzlich ausschließen. Die Passagierzahlen und Frachtumsätze befinden sich im Sinkflug, da auch Ryanair jüngst angekündigt hat, für den Sommerfahrplan drei von neun Maschinen abzuziehen. Die Fluglinie geht von 300 000 Passagieren weniger am Hahn aus. Andere Schätzungen beziffern ein Minus von bis zu 800.000 Passagieren.

    Mit dem vom Aufsichtsrat beschlossenen erweiterten Sanierungskonzept ist eine Fülle von Einsparungen verbunden. Als Ergebnis soll das Jahresergebnis schrittweise bis 2023 um zwölf Millionen Euro verbessert werden. Derzeit schreibt der Flughafen auch im operativen Geschäft rote Zahlen. Zudem ist der Airport hoch verschuldet. Während die Hahn-Geschäftsführer Heinz Rethage und Markus Bunk vor allem die kooperative Haltung des Betriebsrats lobten, stießen die Personaleinsparungen bei der Opposition auf scharfe Kritik. CDU-Fraktionsvize Alexander Licht warf der rot-grünen Landesregierung, der Mehrheitsgesellschafterin des Flughafens, "Inkompetenz" vor. Seiner Ansicht nach ist die Misere des Flughafens in Teilen hausgemacht.

    Bei einer vorzeitigen und umstrittenen Vertragsverlängerung für die Passagierabfertigung kam es 2009 zu einem Vergabefehler. Nach Ansicht der Wirtschaftsprüfer der Dornbach-Gruppe war eine Ausschreibung damals zwingend nötig. Das Unternehmen untersucht Unregelmäßigkeiten am Hahn.

    Wie lange bleibt Ryanair noch am Hahn? Vielsagende Vorlage: Lief Hahn-Verkauf wegen Zeitdrucks schief?Hahn: Planen die Chinesen einen Coup? Verkauf des Flughafens: Geht der Hahn an die Chinesen? Bund der Steuerzahler: Flughafen Hahn bleibt Herausforderungweitere Links
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