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Ahrweiler

Ring soll bis 2014 verkauft sein

Bis Januar 2014 wollen Insolvenzverwalter Jens Lieser und sein Sanierungsgeschäftsführer Thomas Schmidt den Nürburgring verkauft haben. Eine Umkehr vom Weg der Privatisierung schließen sie aus. Das erklärten die derzeitigen Herren des Rings im Kreistag von Ahrweiler.

Jens Lieser (links) und Thomas Schmitt stellen sich den Fragen des Kreistags.
Jens Lieser (links) und Thomas Schmitt stellen sich den Fragen des Kreistags.
Foto: Vollrath

Auf Antrag der FWG-Fraktion standen Schmidt und Lieser den Kreispolitikern Rede und Antwort. Und dabei machten sie nochmals deutlich, dass Herr des Verfahrens weder die Landes- noch die Bundesregierung sei. Die Richtlinien bestimme die EU, die mache die Vorgaben. Andernfalls drohe dem Land Rheinland-Pfalz, dass es unberechtigte Beihilfen im dreistelligen Millionenbereich von der landeseigenen Nürburgring GmbH zurückfordern müsse.

Eine Schließung des Nürburgrings und die gnadenlose Veräußerung sämtlicher Vermögenswerte wären die Folge. Nur so könne der Wettbewerbsverstoß bei der Finanzierung der gigantischen Investitionen im Rahmen des Projekts „Nürburgring 2009" geheilt werden. Auch die Heraustrennung der Nordschleife aus der Konkursmaßnahme sei von der EU-Kommission abgelehnt worden.

Lieser und Schmidt malten allerdings nicht nur schwarz. Beim von ihnen eingeleiteten Verkaufsverfahren und nach den mittlerweile eingegangen Interessenbekundungen müsse man nicht befürchten, dass ein Oligarch oder Scheich den Ring kauft und ihn für die Öffentlichkeit schließt. Im Gegenteil: „Die, die wir am Ende des Verkaufsprozesses sehen, werden alles für ein gutes Miteinander mit der Region tun", ist sich Insolvenzverwalter Jens Lieser sicher.

Er und sein Kollege Schmidt hoffen aber auch auf Hilfe der Politik. Vom in der kommenden Woche im Landtag zu beschließenden Gesetz zur öffentlichen Zugänglichkeit erwarten sie deutlich mehr präzise Formulierungen als in dem derzeit vorliegenden Gesetzentwurf.

Knapp 45 Minuten beantworten Schmidt und Lieser die Fragen der Fraktionen. Schriftlich hatten sie bereits vorab Fragen der Kommunalpolitik beantwortet. Und darin ging es dann auch darum, was aus den 2 Millionen Euro wird, die der Kreis als Gesellschafter des Nürburgrings eingebracht hat. Dazu gab es aber eine Antwort, die eher diplomatischen Charakter hat: „Ob und inwieweit die Stammeinlage des Kreises betroffen ist, kann erst nach dem Abschluss des Veräußerungsprozesses beantwortet werden." Ebenso unverfänglich die Antwort auf die Frage, ob der Kreis den Verursacher der Ringkrise, also das Land, auf Schadensersatz verklagen könne: „Das fällt nicht in unseren Aufgaben- und Zuständigkeitsbereich."

Rheinland-Pfalz
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