40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Rheinland-Pfälzer verwerten zwei Drittel ihres Haushaltsmülls
  • Aus unserem Archiv
    Rheinland-Pfalz

    Rheinland-Pfälzer verwerten zwei Drittel ihres Haushaltsmülls

    In Rheinland-Pfalz wird immer mehr Müll wiederverwertet oder zur Energiegewinnung genutzt - 2009 waren es rund 73 Prozent der Siedlungsabfälle.

    Rheinland-Pfalz. In Rheinland-Pfalz wird immer mehr Müll wiederverwertet oder zur Energiegewinnung genutzt. Rund 73 Prozent der 2009 von öffentlich-rechtlichen Entsorgern eingesammelten Siedlungsabfälle wurden verwertet, wie das Umweltministerium in Mainz mitteilte.

    Zu dieser Abfallart zählt neben Hausmüll beispielsweise auch Bauschutt. Das ist laut Ministerium mehr als doppelt so viel wie im Jahr 1989. Allein auf die Haushaltsabfälle bezogen, stieg die Recyclingquote im gleichen Zeitraum von 15 Prozent auf knapp 68 Prozent. Landeten 1989 noch 4,5 Millionen Tonnen Müll aus den Siedlungen auf den Deponien, so waren es im vergangenen Jahr lediglich noch 500 000 Tonnen.

    Conrad (SPD): Land beim Recycling in der Spitzengruppe

    „Mit seiner Recyclingquote für Haushaltsabfälle liegt Rheinland-Pfalz in der Spitzengruppe der Bundesländer, aber wir können und wollen noch besser werden", erklärte Umweltministerin Margit Conrad (SPD) bei der Vorstellung „20 Jahre Abfallbilanz". Ziel sei es, eine nahezu 100-prozentige Verwertung von Abfällen durch Recycling und Energiegewinnung zu erreichen.

     

    Bei der Recyclingquote für Haushaltsabfälle belegt Rheinland-Pfalz im bundesweiten Vergleich bereits Spitzenplätze, unterstrich die Ministerin. So liege das Land bei der Erfassung von Biomüll auf dem zweiten Platz und sei Spitzenreiter bei der Erfassung der übrigen Wertstoffe wie Papier, Kunststoff, Glas und Metall. „Ohne die Akzeptanz der Bürger hätten wir diese hervorragende Bilanz nicht", sagte Conrad.

    Projekt: Mehr Biogas gewinnen

    Ausbaupotenzial liegt nach den Worten der Ministerin vor allem bei der Vergärung von Bioabfällen, wo bisher noch die Kompostierung im Vordergrund steht. Durch die Vergärung kann Biogas gewonnen werden, die Gärrückstände könnten zudem zur Bodenverbesserung genutzt werden. Im Mittelfeld der Bundesländer bewegt sich Rheinland-Pfalz laut Conrad bei den Müllgebühren. Im vergangenen Jahr hatte ein Vier-Personen-Haushalt im Durchschnitt 176,50 Euro zu zahlen, das waren 1,36 Euro weniger als im Jahr zuvor.

    Getrenntsammeln bleibt unverzichtbar

    In naher Zukunft erwartet die Ministerin die Einführung einer Wertstofftonne, die den gelben Sack ersetzt. Ein Pilotprojekt in Mertesdorf (Kreis Trier-Saarburg) habe gezeigt, dass die Sortiertechnik zwar in der Lage sei, auch aus Abfallgemischen recycelbare Abfälle zu gewinnen, jedoch sei die Getrenntsammlung nach wie vor unverzichtbar.

    Diese Sammlung muss laut Conrad so organisiert werden, dass künftig in einer Wertstofftonne auch weiterer Müll wie Elektrokleingeräte gesammelt wird. Es gebe bundesweit eine große Zustimmung für diese Option.

    Das Land will erreichen, dass für das Einsammeln des Mülls weiter die Kommunen zuständig bleiben und dass dies gesetzlich verankert wird: „Das ist die kundenfreundlichste Lösung und bezahlbar." (fcg/dpa)

    Rheinland-Pfalz
    Meistgelesene Artikel
    epaper-startseite
    Anzeige
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    • Lokalticker
    • Regionalsport
    • Newsticker
    Das Wetter in der Region
    Mittwoch

    9°C - 21°C
    Donnerstag

    12°C - 21°C
    Freitag

    11°C - 17°C
    Samstag

    11°C - 17°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!