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    Rheinland-Pfalz

    Regen war nur Tropfen auf heißen Stein

    Trotz der jüngsten Regenschauer wird sich an der ungewöhnlichen Trockenheit nicht viel verändern: Wie viel Regen runterging, das war lokal sehr verschieden.

    Und vor allem war es nicht genug, denn es müsste schon ein paar Tage ausgiebig durchregnen, damit die Trockenperiode landesweit beendet wird. Die Folgen könnten uns alle teuer zu stehen kommen: Bauern fürchten Schäden auf den Feldern, Frachtschiffe auf dem Rhein können wegen Niedrigwasser jetzt schon nicht mehr die gewohnten Mengen laden, und zumindest in südlichen Landesteilen herrscht nach wie vor hohe Waldbrandgefahr. Nicht zu vergessen die vielen Hobbygärtner, die seit Wochen zur Gießkanne greifen müssen, um kostbares - und teures Nass - auf die Beete und Rabatte zu bringen.

    Und am kommenden Wochenende soll es schon wieder wärmer werden - neben der geringen Niederschlagsneigung aber sind hohe Temperaturen ein weiterer Faktor für trockene Felder und Gärten. Der Deutsche Wetterdienst erwartet am kommenden Samstag Temperaturen von bis zu 24 Grad. Zudem soll es über das Wochenende weitgehend regenfrei bleiben. So sieht auch die Prognose für die nächste Woche aus: Nachts wird's kälter und zumindest bis zur Wochenmitte bleibt es "überwiegend trocken". Ein richtiger Landregen über mehrere Tage, den sich vor allem die Landwirte dringend wünschen, sei nicht in Sicht.

    Die Niederschläge der vergangenen Tage haben nach Berechnungen der Meteorologen nicht ausgereicht, um das Regendefizit der Monate März und April auszugleichen. Vor allem der April war deutlich zu trocken. Auf Anfrage unserer Zeitung gab der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag folgende Zahlen bekannt: In Mainz sind im April 15,7 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen - das sind 33 Prozent des normalen Monatsniveaus. 17,8 Liter waren es in Koblenz (37,8 Prozent des Monatsniveaus) und 36 Liter (43,6 Prozent) waren es in Bad Marienberg im Westerwald. Statt Regen gab es allerorten Sonnenschein; allein in Frankfurt waren es 208 Sonnenstunden, was 128 Prozent des April-Mittelwerts entspricht. So war Deutschland über die Osterfeiertage das "Wärmezentrum Europas" mit Temperaturen von bis zu 28 Grad. Kein Wunder, dass manch einer statt Ostereier Abkühlung in den bereits geöffneten Freibädern suchte. Auf der Bundesgartenschau musste zuletzt sogar die Feuerwehr Blumen sprengen, weil diese die Ohren hängen ließen.

    Von unserem Redakteur Michael Stoll

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