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    Rechtsterrorist: Spur führt nach Rheinland-Pfalz

    Sicherheitsbehörden haben eine erste Spur zu der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle entdeckt. Der inhaftierte Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben hatte Kontakt nach Rheinland-Pfalz.

    Hatte Kontakte nach Rheinland-Pfalz: Der Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben, mittlerweile inhaftiert, hier zu sehen auf einer NPD-Demonstration im August 2007.
    Hatte Kontakte nach Rheinland-Pfalz: Der Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben, mittlerweile inhaftiert, hier zu sehen auf einer NPD-Demonstration im August 2007.
    Foto: dpa

    Rheinland-Pfalz - Die rheinland-pfälzischen Sicherheitsbehörden haben eine erste Spur zu der Zwickauer Neonazi-Terrorzelle entdeckt. Der inhaftierte Ex-NPD-Funktionär Ralf Wohlleben hatte Kontakt nach Rheinland-Pfalz.

    Das teilte jetzt das Innenministerium mit. Wohlleben steht im Veracht, das Neonazi-Trio unterstützt zu haben. Die meisten Sicherheitsexperten gehen davon aus, dass Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe nicht alleine handeln konnten. Dafür blieben sie zu lange unentdeckt. Ex-NPD-Mann Ralf Wohlleben, Fachinformatiker für Systemintegration, soll die Internetseite des „Aktionsbüros Rhein-Neckar“ gestaltet haben. Dabei handelt es sich laut Innenministerium um eine „Informations- und Koordinierungsstelle“ mehrerer neonationalsozialistischer Kameradschaften im Dreiländereck Hessen/Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz. Internetexperte Wohlleben soll auch anderen rechtsextremistischen Gruppen in Deutschland seine Dienste angeboten haben. Derzeit spricht das Ministerium lediglich von „möglichen Kontakten beziehungsweise Kennverhältnissen nach Rheinland-Pfalz“. Unter „Kennverhältnissen“ werden lose Kontakte subsumiert („man kennt sich“). Tatrelevant ist die rheinland-pfälzische Spur derzeit nicht. Die Sicherheitsbehörden gehen daher auch vorerst davon aus, dass es keine Verbindung zwischen der rechtsterroristischen Mörderbande und Rheinland-Pfalz gibt.

    Unterdessen gedachte der Landtag nicht nur in einer Schweigeminute der mindestens zehn Opfer. Die Fraktionen von SPD, CDU und Grünen forderten auch eine intensive Prüfung, ob sich „Konsequenzen für ein NPD-Verbot ergeben“. Alle im Landtag vertretenen Parteien äußerten Bestürzung über die Mordserie und forderten ein hartes Vorgehen gegen den Rechtsterrorismus. Parlamentspräsident Joachim Mertes (SPD) bat die Angehörigen der Opfer um Entschuldigung. Einige von ihnen waren zu Unrecht unter Verdacht geraten.

    Von unserem Redakteur Dietmar Brück

     

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