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    Plaidt

    Plaidter Schrottplatz abgebrannt: 56 Altautos und 3000 Reifen in Flammen – zweites Feuer am Freitagmorgen

    Großeinsatz auf dem Schrottplatz: Sogar aus Koblenz, Weißenthurm und Neuwied alarmierten Menschen die Rettungskräfte, als es bei der BHW Autoverwertungsanlage in Plaidt am Donnerstagmittag brannte. 56 ausgeschlachtete Wagen und mehr als 3000 Altreifen standen in Flammen. Am Freitagmorgen musste die Feuerwehr erneut ausrücken, weil Glutnest in Brand geraten war.

    Auch das verbrannte Gummi war kilometerweit zu riechen.
    Auch das verbrannte Gummi war kilometerweit zu riechen.
    Foto: Sascha Ditscher

    Plaidt - Großeinsatz auf dem Schrottplatz: Bei der BHW Autoverwertungsanlage in Plaidt hat es am Donnerstagmittag um 13 Uhr gebrannt. 56 ausgeschlachtete Wagen und mehr als 3000 Altreifen standen in Flammen. Am Freitagmorgen musste die Feuerwehr erneut ausrücken, weil Glutnest in Brand geraten war.

    Eine riesige Rauchwolke schwebte über der B 256 und sorgte in der Region für Aufsehen. Auch das verbrannte Gummi war kilometerweit zu riechen. Sogar aus Koblenz, Weißenthurm und Neuwied alarmierten Menschen die Rettungskräfte. Die angrenzende Bundesstraße wurde während des Einsatzes für den Verkehr gesperrt. Trotz Umleitung durch die Polizei kam es zu größeren Behinderungen. Um 14.15 Uhr war der Brand unter Kontrolle. Die Löscharbeiten dauerten allerdings bis in den Spätnachmittag. Menschen wurden nicht verletzt.

    Rumet Ala (26), Sohn von einem der drei Inhaber, hat das Feuer entdeckt, erzählt er. Mit einem Kollegen fuhr er auf dem Gelände drei übereinandergestapelte Autos vom Ausschlachtplatz zum Lagerplatz für die Schrottpresse – 400 Meter. „Plötzlich haben wir gesehen, dass es im oberen Auto brennt“, sagt Rumet Ala. Sie liefen los und holten einen Feuerlöscher aus der Arbeitshalle. Als sie zurückkamen, hatte das Feuer schon auf weitere Altwagen übergegriffen. „Ich habe sofort 112 gewählt“, sagt der 26-Jährige. Die Feuerwehr kam direkt und löschte mit Schaum.

    Unternehmen zur Ursache des Brandes: Funke entzündete Polster

    Auslöser des Brandes war nach Angaben des Unternehmens ein Funke, der beim Ausschlachten ins Innere des Wagens geraten war und sich am Polster entzündet hatte. „So etwas passiert normalerweise nicht“, sagt Rumet Ala. Seit neun Jahren arbeite er im Betrieb, und es sei nie etwas Ähnliches vorgekommen. Nach seinen Ausführungen soll das Unglück wie folgt geschehen sein: Die Motorhaube war geöffnet, und es wurde unterhalb der Frontscheibe mit einer Flex gearbeitet. „Das Problem war, dass die Scheibe unten kaputt war. Da ist dann wohl ein Funke ins Innere geflogen und hat angefangen zu kokeln, ohne dass wir es merkten“, berichtet der 26-Jährige. Die Polizei berichtet, dass routinemäßig auch die Kriminalpolizei eingeschaltet wurde, um die Brandursache abschließend zu ermitteln.

    Einsatzleiter spricht vom größten Einsatz dieses Jahres - mit Wassermangel

    Einsatzleiter Detlev Leersch von der Pellenzer Feuerwehr spricht von dem größten Einsatz dieses Jahres. 120 Feuerwehrleute aus den Pellenzgemeinden, aus Miesenheim, Andernach, Weißenthurm, Mayen und Kottenheim rückten an. Allerdings gab es ein Problem bei den Arbeiten: „Es hat 30 Minuten gedauert, bis wir die Wasserleitungen gelegt hatten“, erzählt Leersch. Denn in der Nähe des Schrottplatzes gibt es keine Hydranten. An Bundesstraßen und Autobahnen sei dies einfach nicht üblich, so Leersch. „Dadurch lief es etwas schleppend“, so der Feuerwehrmann. Während die Leitungen von zwei jeweils 250 Meter entfernten Hydranten gezogen wurden, pendelten die Löschfahrzeuge.

    Rumet Ala macht das nachdenklich. „Wir hätten weniger Schaden gehabt, gäbe es einen Hydranten in der Nähe“, sagt er. Im nächsten Satz schiebt er nach: „Die Feuerwehr hat super gearbeitet. Die war schnell da.“ Mit seinem Vater und den beiden anderen Inhabern wolle er nun überlegen, wie man das Wasserproblem für die Zukunft lösen könnte.

    „Unser Glück war, dass es im Außengelände und nicht drinnen brannte“, sagt Ala. Denn mit den 15 Feuerlöschern auf dem Gelände käme man nicht weit. Das habe man ja jetzt gesehen. „Insgesamt ist der Schaden für uns aber gering. Rund 8000 Euro. Das Wichtigste ist, dass niemand verletzt wurde.“ Neben zwei Autozerlegern arbeiten drei Bürokräfte in dem Betrieb.

    Messteam prüfte Schafstoffe in der Luft

    Wegen der enormen Rauchentwicklung durch die brennenden Reifen hatte die Feuerwehr ein Messteam aus Bendorf und Neuwied angefordert „Die haben keine Schadstoffe in der Luft gefunden“, sagt Einsatzleiter Leersch. Am Nachmittag schaute sich auch Hans Brachtendorf von der Unteren Wasserbehörde der Kreisverwaltung das Gelände an: „Wir müssen wissen, ob Schadstoffe ins Grundwasser gelangt sind“, erklärt er. Ob ein Gutachter bestellt werden muss, ist noch nicht klar.

    Von unserer Redakteurin Katrin Franzen

    UPDATE: Am Freitagmorgen musste die Feuerwehr erneut ausrücken. Um kurz vor 7 Uhr war ein Glutnest erneut in Brand geraten. Das Feuer war aber schnell unter Kontrolle.

     

     

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