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    Nur samstags bis 24 Uhr vor Koblenzer Kneipen sitzen

    Die Buga ist vorbei - auch was die Außenbewirtungszeiten in der Innenstadt angeht. Bis 24 Uhr durfte man im vergangenen Jahr von Donnerstag bis Samstag vor den Restaurants und Bars sitzen, an den anderen Tagen bis 23 Uhr. Aber zu den strengeren Zeiten vor der Gartenschau will die Stadt auch nicht zurückkehren: Bis 23 Uhr soll die Außenbewirtung auch in Zukunft erlaubt sein, aber nur noch samstags und vor Feiertagen bis Mitternacht.

    Die Tische sind schon da, die Gäste folgen bald: In der Außengastronomie prallen die Interessen von Wirten und Anwohnern aufeinander.
    Die Tische sind schon da, die Gäste folgen bald: In der Außengastronomie prallen die Interessen von Wirten und Anwohnern aufeinander.
    Foto: Hoppen

    Koblenz - Die Buga ist vorbei - auch was die Außenbewirtungszeiten in der Innenstadt angeht. Bis 24 Uhr durfte man im vergangenen Jahr von Donnerstag bis Samstag vor den Restaurants und Bars sitzen, an den anderen Tagen bis 23 Uhr. Aber zu den strengeren Zeiten vor der Gartenschau will die Stadt auch nicht zurückkehren: Bis 23 Uhr soll die Außenbewirtung auch in Zukunft erlaubt sein, aber nur noch samstags und vor Feiertagen bis Mitternacht.

    Dem hat der Stadtrat am Freitag mit zwei Gegenstimmen zustimmt. Vor der Buga durften Gastronomen ihre Gäste nur bis 22 Uhr draußen bewirten, mit einer Ausnahmegenehmigung allenfalls bis 23 Uhr. Dann war Schicht. Inzwischen hat das Land den Kommunen einen größeren Ermessensspielraum zugesprochen. 2011 galt deshalb eine Sondersatzung zu den Außenbewirtungszeiten, die zusammen mit der Buga am 16. Oktober 2011 endete. Nun muss eine neue Regelung gefunden werden - eine heikle Aufgabe, denn hier prallen die Interessen der Wirte und ihrer Gäste einerseits und der Anwohner andererseits aufeinander.

    Für die Gastronomen gelten zwar Lärmschutzauflagen - draußen darf zum Beispiel keine Musik gespielt werden -, aber viele Anwohner fühlen sich durch die plaudernden, feiernden Gäste trotzdem gestört. Dem will die Stadt Rechnung tragen, indem nur noch samstags und vor gesetzlichen Feiertagen bis 24 Uhr eine Außenbewirtung möglich ist. Schließlich müssen viele Menschen auch samstags arbeiten und sind auf ihre Nachtruhe angewiesen, hieß es in der Beschlussvorlage. Laut Gesetz muss eine Nachtzeit von acht Stunden sichergestellt werden - und gerade in der Innenstadt ist morgens schon viel los, was die Ruhe verkürzt. Die Außenbewirtung generell auf 24 Uhr hinauszuschieben, hält die Verwaltung deshalb für nicht vertretbar. Außerdem bestehe kein ausreichend großes öffentliches Interesse daran, wie es bei der Buga der Fall war.

    Andererseits will man "der Änderung der Lebens- und Freizeitgewohnheiten" mit einer Verschiebung der Nachtzeit von 22 auf 23 Uhr im gesamten Stadtgebiet Rechnung tragen. Viele Leute hätten den Wunsch an die Verwaltung herangetragen, länger als bis 22 Uhr Außengastronomie betreiben und nutzen zu können. In der Sommerzeit soll es nun grundsätzlich erlaubt sein, bis 23 Uhr draußen zu sitzen. Nur in der Innenstadt soll diese Zeit an Samstagen bis 24 Uhr erweitert werden. Zu besonderen Anlässen wie dem Altstadtfest, "Rhein in Flammen" oder Veranstaltungen wie Kirmes oder Vereinsfesten gilt weiterhin eine Sonderregelung: An diesen Tagen gilt draußen eine Sperrzeit bis 1 Uhr, an Freitagen, Samstagen und vor Feiertagen bis 2 Uhr.

    Die FDP forderte, für die Stadtteile keine andere Regelung festzulegen als für die Innenstadt: "Es ist nicht nachvollziehbar, dass die Gastronomie in Ehrenbreitstein oder Güls anders behandelt wird. Es muss das Gleichheitsprinzip gelten", sagte Torsten Schupp. Dem schloss sich Herbert Bocklet von der CDU-Fraktion an: In Güls zum Beispiel hätten die Gäste genauso ein Interesse daran, lange draußen zu sitzen. Das Rechtsamt der Stadt hingegen betonte, dass das öffentliche Interesse dafür nicht groß genug sei. Marion Lipinski-Naumann, Fraktionschefin der SPD, ergänzte: "Die Masse der Bürger will die Ausweitung nicht."

    Die Innenstadt, in der samstags bis Mitternacht Außenbewirtung möglich ist, umfasst im Norden das Gebiet bis zum Peter-Altmeier-Ufer, im Süden bis einschließlich Neversstraße und Ludwigstraße, im Westen bis einschließlich Saarplatz, Moselring, obere Löhrstraße und Bahnhofplatz sowie im Osten bis einschließlich Kaiserin-Augusta-Anlagen sowie Konrad-Adenauer-Ufer.

    Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

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