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    Koblenz

    Nürburgring: Keine Ermittlungen wegen Millionenkredits

    Ein Millionenkredit der Nürburgring GmbH an die einst insolvenzgefährdete Cash Settlement & Ticketing GmbH (CST) am Ring wird kein juristisches Nachspiel haben. Gegen Verantwortliche der CST, die an der Rennstrecke in der Eifel für das bargeldlose Bezahlsystem zuständig ist, werde es keine Ermittlungen wegen Insolvenzverschleppung geben, teilte die Staatsanwaltschaft Koblenz am Montag mit. Zwei Strafanzeigen enthielten "keine zureichenden tatsächlichen Anhaltspunkte für ein strafbares Verhalten".

    Die Nürburgring GmbH soll als Hauptgesellschafterin der CST ein Darlehen von 5,6 Millionen Euro gewährt haben, um die Insolvenz abzuwähren.

    Es entspreche der "üblichen Praxis in der Wirtschaft", dass ein Gesellschafter bei einem "drohenden Liquiditätsverlust" Finanzmittel zuschieße. Dieser Akt stelle kein "strafrechtliches Verhalten" dar. Gegen Ex-Nürburgring-Chef Walter Kafitz werde es in diesem Zusammenhang auch keine Ermittlungen wegen Untreue geben, teilte die Behörde mit. Die Unterstützung der CST durch die Nürburgring GmbH war "wirtschaftlich sinnvoll", da die CST in der Ring-Erlebniswelt für die Abrechnung sämtlicher Veranstaltungen zuständig ist.

    Der Vorwurf, Kafitz habe den Kredit ohne Unterrichtung des Aufsichtsrates gewährt, sei "für sich genommen strafrechtlich ohne Bedeutung", hieß es. Es gebe für dieses Verhalten keinen Straftatbestand.

    Unterdessen prüft die Staatsanwaltschaft, ob sie aufgrund des Jahresberichts 2010 des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz gegen Kafitz Ermittlungen wegen Untreue aufnimmt. Dem Bericht zufolge soll die Nürburgring GmbH mit Wirkung zum 1. Januar 2009 für 90 Prozent der Camp4Fun GmbH mit Sitz in Nickenich eine Million Euro gezahlt haben. Und das, obwohl bereits bekanntgewesen sein soll, dass die Gesellschaft von 2005 bis 2008 durchgehend Jahresfehlbeträge von insgesamt 1,1 Millionen Euro erwirtschaftet hat.

    Zu prüfen, ob ein Anfangsverdacht vorliegt, werde "geraume Zeit in Anspruch nehmen", teilte die Behörde mit. Die entsprechenden Unterlagen – etwa acht Aktenordner mit Kopien – seien am 5. März bei der Staatsanwaltschaft eingegangen.

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