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Neu verbunden: Ecclestone greift wieder nach dem Nürburgring

Erst Ja, dann Nein, dann wieder Ja: Völlig überraschend ist der Formel-1-Matador erneut ins Rennen um den Verkauf des Nürburgrings eingestiegen. Das hatte er bereits im Sommer 2013 getan, um dann gegenüber unserer Zeitung zu erklären: "Ich habe darüber nachgedacht. Aber es ist für mich nicht praktikabel."

Im Juli 2011 traf er sich mit dem damaligen Ministerpräsident Kurt Beck und Innenminister Roger Lewentz, als es um den Fortbestand der Formel 1 am Nürburgring ging. Jetzt denkt Bernie Ecclestone offenbar über den kompletten Kauf des Rings nach.
Im Juli 2011 traf er sich mit dem damaligen Ministerpräsident Kurt Beck und Innenminister Roger Lewentz, als es um den Fortbestand der Formel 1 am Nürburgring ging. Jetzt denkt Bernie Ecclestone offenbar über den kompletten Kauf des Rings nach.

Von unserem Redakteur Dietmar Brück

Der Milliardär scheint es sich nun wieder anders überlegt zu haben. Wie "Wirtschaftswoche" und "Handelsblatt" berichten, verlkündete der der 83-Jährige in eienm gemeinsamen Interview: "Wir haben ein Angebot gemacht, und wir warten nun, ob es akzeptiert wird." Dann schob er selbstbewusst nach: "Wir glauben, dass wir für die Rennstrecke mehr leisten können als jeder andere. Schon in den nächsten Wochen könnte es eine Einigung geben." Auch auf die Frage des "Warums" hatte Ecclestone eine Antwort parat: "Wir wollen sicherstellen, dass es auch in Zukunft jedes Jahr ein Formel-1-Rennen in Deutschland gibt."

Die beiden Insolvenzverwalter Jens Lieser und Thomas Schmidt hüllten sich zunächst in Schweigen. Die Ring-Sanierer dürften in den nächsten Tagen damit beschäftigt sein herauszufinden, wie ernst die schlagzeilenträchtige Offerte gemeint ist. Die eigentliche Prüfung nimmt das Beratungsunternehmen KPMG vor. Es steuert den Verkaufsprozess.

Parallel zum Kaufinteresse Ecclestones sorgte auch der ADAC für Aufsehen. Nach dem Verein "Ja zum Nürburgring" legte auch der zweitgrößte Automobilklub der Welt Beschwerde gegen den Verkaufsprozess des Rings bei der EU-Kommission ein. ADAC-Sprecher Kai Langendorff bestätigte gegenüber unserer Zeitung einen entsprechenden Bericht der "Wirtschaftswoche". "Ja, wir haben eine Stellungnahme abgegeben", sagte er. "Wir halten das Verfahren weder für transparent noch für diskriminierungsfrei", erklärte Langendorff weiter. "Zudem wurde unserer Einschätzung nach gegen das Gebot der wirtschaftlichen Diskontinuität verstoßen", verdeutlichte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Das Prinzip der Diskontinuität muss europarechtlich unbedingt beachtet werden, wenn Verstöße gegen das EU-Beihilferecht korrigiert werden sollen. Einfach ausgedrückt: Es darf kein Weiter-so geben. Der ADAC will nun eine Klärung, wie rechtssicher der derzeitige Investorenprozess ist.

Hintergrund: Der Automobilklub war mit seinem Angebot für den Kauf der Rennstrecken abgeblitzt. In Nürburgringkreisen wird kolportiert, dass es lediglich bei 30 Millionen Euro lag. Kay Langendorff erklärte: "Wir haben ein seriöses Angebot abgegeben. Und das gilt weiterhin." Die Tür für den ADAC scheint also noch nicht ganz geschlossen zu sein.

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