40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Nach tödlichen Traktorunfällen: Polizei warnt vor unzulässigen Personenfahrten
  • Aus unserem Archiv
    Rheinland-Pfalz

    Nach tödlichen Traktorunfällen: Polizei warnt vor unzulässigen Personenfahrten

    Nach den tödlichen Unfällen in Bendorf und Niederfischbach warnt die Polizei vor Ausflügen mit Traktorgespannen zum Vatertag.

    Ein Rettungswagen
    Symbolbild
    Foto: Carsten Rehder/dpa

    Das Umfunktionieren von landwirtschaftlichen Gefährten zur Personenbeförderung sei höchst bedenklich, gefährlich und nicht zulässig, wie die Polizei verdeutlicht. Grund für die Warnung sind die jüngsten Unglücke in der Region:

    In Niederfischbach (Kreis Altenkirchen) war eine 18-Jährige abends nach einer Maifeier von einem Traktoranhänger auf einen Waldweg gestürzt und hatte sich dabei tödlich verletzt. Fahrer war ein Jugendlicher. Er hatte eine Gruppe Gleichaltriger mit dem Traktor von der Feier abgeholt. Das Fahrzeug sei allerdings nicht zur Beförderung von Personen geeignet.

    Während einer Kleidersammelaktion zwischen Bendorf-Mühlhofen und Neuwied/Engers war am 13. Mai ein Pfadfinder tödlich verunglückt: Der 18-Jährige sprang von der Ladefläche eines Traktorgespanns, um einen Sack aufzunehmen. Nach derzeitigem Stand der polizeilichen Ermittlungen wurde er dabei von einem Auto erfasst, zurückgeschleudert und vom wieder anfahrenden Traktorgespann überrollt. Der junge Mann starb noch am Unfallort. Die genaue Todesursache wird die anstehende Obduktion ergeben.

    Auch in der Vergangenheit sind immer wieder Menschen bei Fahrten mit Traktorgespannen verletzt oder getötet worden:

    Birken-Honigsessen, 1999, mehrere Verletzte, als ein landwirtschaftlicher Anhänger mit Personen an Bord umkippt.

    Raversbeuren/Hunsrück, 1. Mai 2009: 6 Verletzte beim Umschlagen eines landwirtschaftlichen Anhängers, der für eine Maitour genutzt wurde.

    Münstermaifeld-Wierschem, 31. Oktober 2009: 2 Getötete, 15 Verletzte bei Planwagenfahrt.

    Henau/Hunsrück, 28.November 2009: Elfjähriger schwer verletzt beim Umschlagen eines landwirtschaftlichen Anhängers, auf dem mehrere Personen mitfuhren.

    Bollerwagen statt Traktorgespann – Die Polizei warnt vor unüberlegten Touren zu Vatertag am 25. Mai. Neben den Gefahren, die vom Wagen selbst ausgehen, sind auch hohe Geschwindigkeitsdifferenzen zwischen Traktorgespannen und dem übrigen Verkehr ein Faktor, der Unfälle begünstigt, heißt es in der Polizeimitteilung.

    Wenn man sich dennoch für eine solche Fahrt entscheidet, müssen dafür vorgesehene und zugelassene Anhänger, in der Regel sogenannte Planwagen, zum Einsatz kommen.

    Die Führerscheinklassen L und T sind zweckgebunden, das heißt sie entfalten ihre Geltung in Verbindung mit der land- und forstwirtschaftlichen Nutzung. Liegt dieser Zweck – wie zum Beispiel bei einer Vatertagstour – nicht vor, kann die vorhandene Fahrerlaubnisklasse möglicherweise nicht ausreichen. Ein Strafverfahren wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis wäre die Folge, verdeutlicht die Polizei.

    Ansonsten empfiehlt die Polizei dringend, auf den altbewährten Bollerwagen und die Wanderschuhe zurückzugreifen.

    frö/eck

    Rheinland-Pfalz
    Meistgelesene Artikel
    epaper-startseite
    Anzeige
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Das Wetter in der Region
    Dienstag

    8°C - 22°C
    Mittwoch

    10°C - 21°C
    Donnerstag

    13°C - 21°C
    Freitag

    11°C - 17°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!