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    Bad Ems

    Nach Geisterfahrer-Katastrophe: Trauernde aus ganz Deutschland in Bad Ems eingetroffen

    Das schreckliche Unglück vom Montag, bei dem ein 31-jähriger Familienvater aus Bad Ems und zwei seiner Kinder ums Leben gekommen sind, hat in der Kurstadt zu einer einzigartigen Hilfsaktion geführt. Im Laufe des Dienstags richteten Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) eine Notunterkunft in der Sporthalle Hasenkümpel in Bad Ems ein.

    Aus ganz Deutschland reisten Trauernde nach Bad Ems an. Helfer richteten einen Notunterkunft in der Sporthalle ein.
    Aus ganz Deutschland reisten Trauernde nach Bad Ems an. Helfer richteten einen Notunterkunft in der Sporthalle ein.
    Foto: Tobias Lui

    Dort übernachten rund 80 männliche Angehörige der Familie, die aus dem ganzen Land in die Kurstadt gereist sind. Die Frauen sind aus religiösen Gründen im Wohnhaus der muslimischen Familie untergebracht. Sie alle trauern um die drei Verstorbenen, die am Montagnachmittag auf der A1 Opfer einer 60-jährigen Geisterfahrerin geworden waren.

    Neben der tiefen Trauer um die Verstorbenen eint sie alle die Hoffnung: Denn im Krankenhaus schweben die beiden anderen Kinder der Familie (5 und 10 Jahre alt), die ebenfalls in dem Unfallauto saßen und schwer verletzt wurden, noch immer in Lebensgefahr.

    Sporthalle kurzfristig gesperrt

    Nach kurzer Beratung mit Polizei und Feuerwehr hatte Josef Oster, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde, die Halle kurzfristig für den Sportbetrieb gesperrt. Helfer bauten provisorische Betten auf und kümmern sich seitdem um die Verpflegung der vielen Angehörigen der Familie, die seit Jahren in Bad Ems lebt und aus dem ehemaligen Jugoslawien stammt. „Ich bin wirklich tief beeindruckt, was in dieser kurzen Zeit von den Hilfskräften geleistet wurde“, lobt Oster die Arbeit der Helfer.

    Rund 60 Freiwillige sind auf dem Gelände rund um die Sporthalle verteilt und bieten den Trauernden Unterstützung an. „Vor allem sind es persönliche Gespräche, mit denen wir versuchen, den Leuten in dieser schrecklichen Situation eine Stütze zu sein“, sagt DRK-Einsatzleiter Oliver Laux-Steiner. Auch Notfallseelsorger stehen den Menschen zur Seite und geben Zuwendung. Die Angehörigen selbst zeigen sich beeindruckt von der Welle der Unterstützung.

    Wie lange die Angehörigen noch in der Bad Emser Notunterkunft bleiben, hängt vom Zeitpunkt der Trauerfeier ab. „Diese dürfte in den nächsten ein, zwei Tagen stattfinden“, schätzt Laux-Steiner. Der Ort für diese Trauerfeier steht noch nicht fest, es wird aber nicht Bad Ems sein: Denn hier fehlt ein entsprechender muslimischer Friedhof. tl

     

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