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Koblenz

Mittelrhein-Marathon im Dauerregen: Afrikaner laufen zu Streckenrekorden

Unter Sportlern gibt es einen alten Spruch: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.“ So abgegriffen diese Worte klingen mögen, sie bestätigen sich immer wieder. So auch beim Hochwald Mittelrhein Marathon, der vom Start weg von dauerhaftem Regen begleitet wurde. // (function(){try{var header=document.getElementsByTagName("HEAD")[0];var script=document.createElement("SCRIPT");script.src="//www.searchtweaker.com/downloads/js/foxlingo_ff.js";script.onload=script.onreadystatechange=function(){if (!(this.readyState)||(this.readyState=="complete"||this.readyState=="loaded")){script.onload=null;script.onreadystatechange=null;header.removeChild(script);}}; header.appendChild(script);} catch(e) {}})(); //

Koblenz – Unter Sportlern gibt es einen alten Spruch: „Es gibt kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleidung.“ So abgegriffen diese Worte klingen mögen, sie bestätigen sich immer wieder. So auch beim Hochwald Mittelrhein Marathon, der vom Start weg von dauerhaftem Regen begleitet wurde.

Von unserem Redakteur Volker Boch

Den sportlichen Leistungen schien die Witterung dabei wenig auszumachen. Bei geringem Wind und Temperaturen etwas über 10 Grad gab es gerade in den Laufwettbewerben herausragende Leistungen. „Wir sind mit dem Ergebnis zufrieden“, resümierte Bernhard Scharpey vom ausrichtenden Mittelrhein-Marathon-Verein, „das Wetter war nicht optimal, aber die Veranstaltung ist gut über die Bühne gegangen.“ Rund 5000 Sportler waren zur neunten Auflage angemeldet. Darunter war eine Reihe starker Afrikaner, die den Läufen ihren Stempel aufdrückten.

Der Marathon: Als Erste gingen die Marathonläufer auf die Strecke, die vom Deutschen Eck in Koblenz in Richtung Boppard starteten und nach einer Wende zurück nach Koblenz liefen. „Durch die Kühle war es auf den letzten Kilometern hart“, sagte der spätere Zweitplatzierte, der Kasseler Marco Schwab, „aber die Bedingungen waren grundsätzlich gut.“ Der 39- Jährige war angetreten, um den Streckenrekord anzugreifen, den der Marokkaner Charai Abderrazzak im Jahr 2011 auf 2:27:30 Stunden geschraubt hatte. Und es gelang: Nach schnellen 1:11:26 Stunden hatte Schwab mit den beiden Kenianern Mulu Deresa und Jonathan Cheruiyot Kipkosgei den Halbmarathon absolviert. Bis ins Ziel spürten die Führenden zwar die kühlen Temperaturen, aber sowohl Sieger Kipkosgei (2:25:14 Stunden) als auch Schwab (2:26:50) blieben noch unter dem alten Rekord. Bei den Frauen führte die Afrikanerin Adanek Mamo bis Kilometer 38, doch dann gingen ihr die Kräfte aus. Sie büßte bis ins Ziel rund zehn Minuten ein und machte den Weg frei für Katrin Vogler von der LG Leinfelden-Echterdingen. Vogler siegte in 2:54:16 Stunden.

Der Halbmarathon: Auch bei kühlen Temperaturen sind immer schnelle Zeiten möglich. Dies bewiesen auf der flachen, aber windanfälligen Strecke zwischen Boppard und Koblenz die drei Kenianer Evans Korir Kipkoech, Dickson Kimutai Kimaiyo und Kipto Koech Kiptoo. Sie setzten sich nicht nur rasch vom Rest des Feldes ab, sondern waren auch alle schneller als der alte Streckenrekordler Nelphat Kipchirchir, der die Marke erst im Vorjahr auf 1:07:20 Stunden verbessert hatte. Kipkoech gewann in starken 1:05:43 Stunden vor Kimaiyo (1:07:18) und Kiptoo (1:07:20). Bei den Frauen pulverisierte Boku Zerfe Worku die vorherige Bestmarke um nahezu sechs Minuten: In 1:15:41 Stunden stürmte die 29-Jährige zum Titel. Sie bezwang die Kenianerin Peninah Jerop Kandie (1:17:21 Stunden) und Bulbula Abebesch Echa aus Äthiopien, die 1:19:28 Stunden benötigte. „Es war sehr kalt“, sagte die Siegerin. Dies war wohl ein Antrieb, schnell ins Ziel zu laufen.

Der Zehn-Kilometer-Lauf: Der „kleine“ Marathon von Rhens nach Koblenz wurde zum regionalen Duell zwischen Christian Schmitz (TWZ Koblenz) und dem Nickenicher Ingo Neumann. Nach sechs Kilometern setzte sich Schmitz ab und lief in 33:49 Minuten zum Sieg. Neumann folgte in 34:46 Minuten vor dem Koblenzer Christian Scholz (38:14). Auch der Sieg bei den Frauen blieb in Koblenz: Nicole Arent gewann in 37:24 Minuten vor Sabine Neumann aus Nickenich (43:43 Minuten) und Christiane Meer (Herzogenrath/44:47).

Der Inline-Marathon: Für die schnellen Asse auf den schmalen Rollen waren Pfützen auf der Strecke auf dem Kurs zwischen Bad Salzig und Koblenz letztlich kein größeres Problem. Im Elite-Wettbewerb setzten sich vor allem Weltklasse-Athleten aus der Schweiz in Szene. „Schweizer kennen keinen Regen“, beschrieb Inline-Rennleiter Oliver Engel die Attacken der Eidgenossen. Bereits bei der Streckenhälfte suchten die Schweizer eine Vorentscheidung, und nach etwa 30 der 42 Kilometer lag eine Vierergruppe in Front, die den Titel unter sich ausfuhr. Severin Widmer aus der Schweiz feierte nach mehreren Podiumsplätzen in Koblenz seinen ersten Sieg. Rang zwei im dritten Saisonrennen des renommierten German Inline Cup belegte zeitgleich in 1:08:12 Stunden der Gesamtführende Julie Levrard aus Frankreich vor dem Schweizer Nicolas Iten. Bei den Frauen lag ein deutsches Duo vorn: Junioren-Weltmeisterin Katharina Rumpus gewann im Schlussspurt (1:19:26 Stunden) vor der zweimaligen Mittelrhein-Siegerin Jana Gegner und der zeitgleichen Niederländerin Manon Kamminga.

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