Misshandlungs-Vorwürfe gegen früheres Kloster

Lehmen/Berlin (dpa/lrs) – Gegen ein früheres Kloster in Lehmen (Kreis Mayen-Koblenz) haben ehemalige Heimkinder schwere Vorwürfe wegen Misshandlungen erhoben. Um 1960 sollen Nonnen dort Heimkinder gezwungen haben, Erbrochenes wieder aufzuessen, berichtet der Kölner Rechtsanwalt Thomas Jembrek unter Berufung auf Zeitzeugen. Schläge in den Unterleib oder Ausharren in kaltem Wasser seien ebenfalls gängige Bestrafungen gewesen. «Die Aussagen machen mich betroffen und beschämt, gleichzeitig kann ich es nicht glauben», sagt die Provinzoberin der Karmelitinnen, Schwester Claudia, in Berlin. Die Beweislage ist schwierig, die Einrichtung des Ordens wurde bereits 1974 geschlossen.

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