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    Missbrauch: Landrat stellt sich hinter das Kreisjugendamt

    Kreis Altenkirchen - „Das Kreisjugendamt hat nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet.“ Landrat Michael Lieber (57) stellt sich nach Bekannt werden der mutmaßlichen Verbrechen von Fluterschen hinter seine Abteilung. Er verwahrt sich dagegen, die Schuldigen in der Behörde zu suchen. „Wir sind am Blocken und Mauern der Opfer an die Grenzen der Machbarkeit gestoßen“, bekräftigt Pressesprecher Joachim Brenner.

    Missbrauch: Landrat stellt sich hinter das Kreisjugendamt
    Trügerische Idylle mitten im Westerwald: Die Gemeinde Fluterschen wird dieser Tage zu einem Synonym für eine besonders schwere Form des sexuellen Missbrauchs. Doch viele Menschen sehen es wie Landrat Michael Lieber: „So etwas kann jederzeit und überall passieren.“
    Foto: Jürgen Vohl

    Kreis Altenkirchen - „Das Kreisjugendamt hat nach bestem Wissen und Gewissen gearbeitet.“ Landrat Michael Lieber (57) stellt sich nach Bekannt werden der mutmaßlichen Verbrechen von Fluterschen hinter seine Abteilung.

    Er verwahrt sich dagegen, die Schuldigen in der Behörde zu suchen. „Wir sind am Blocken und Mauern der Opfer an die Grenzen der Machbarkeit gestoßen“, bekräftigt Pressesprecher Joachim Brenner.

    Erst nach Bekannt werden des konkreten Falles im Sommer 2010 und in Verbindung mit der kurzzeitigen Inobhutnahme der leiblichen Tochter sowie der Verhaftung des mutmaßlichen Täters wurden dem Jugendamt Details bekannt. „Die junge Frau hat sich uns offenbart. Wir haben gemeinsam mit Staatsanwaltschaft und Polizei am gleichen Tag gehandelt und dazu beigetragen, dass der Vater verhaftet wurde“, schildert Brenner.

    „Ich war von den Vorfällen betroffen und erschüttert“, sagt Lieber. Gemeinsam mit der für den Geschäftsstellenbereich politisch verantwortlichen Beigeordneten Erika Hüsch habe der Kreis den Schutz innerhalb der Familie und besonders der direkt und indirekt Betroffenen oberste Priorität eingeräumt. Mit den Betroffenen meint die Behörde Stieftochter und Tochter sowie die sieben Kinder im Alter von anderthalb bis zehn Jahren.

    Mit einer Vielzahl von Einzelmaßnahmen – Betreuung der Familie, der Kinder, Inobhutnahmen – sei man tätig geworden. Die sieben Kinder, die allesamt noch im Kreis Altenkirchen wohnen, werden auch derzeit vom Jugendamt betreut. Fluterschen könne überall und jederzeit passieren, bedauert der Landrat. Lieber appelliert an die Bevölkerung, bei Verdachtsmomenten noch genauer hinzuschauen und diese unverzüglich auch zu melden.

    An ein normales Arbeiten ist derweil im Kreishaus derzeit nicht zu denken. „Wir werden bombardiert mit Anfragen“, skizziert eine Mitarbeiterin das gewaltige Medienecho, den der Fall Fluterschen bundesweit ausgelöst hat.

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