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    Mayen feiert Mario Adorf

    Die Stadt Mayen hat ihren Ehrenbürger Mario Adorf am Freitagabend mit einem Geburtstagsempfang geehrt.

    Von unserem Redakteur Thomas Brost

    Mayen - Der Edelcharmeur wird ganz leise, wenn er auf das zu sprechen kommt, was seine Heimatstadt Mayen zu seinem 80. Geburtstag aufgefahren hat. "Ich wusste nicht, was auf mich zukam. Das ist eine echte, wunderbare Überraschung für mich", haucht Mario Adorf ins Mikrofon, während er unter seinen buschigen, grauen Augenbrauen ein wenig verlegen zu Oberbürgermeisterin Veronika Fischer herüber´blickt.
    Viereinhalb Stunden voller Unterhaltung haben die städtischen Organisatoren für ihren berühmten Sohn vorbereitet, haben Stationen seines Lebens als Schauspieler nachgezeichnet und Weggefährten ganz nahe gebracht. Und sie entlocken Adorf gar einige Sätze zu seiner cineastischen Lieblingsrolle in spe - Karl Marx. Für Adorf eine gleichermaßen "traurige wie enttäuschende Geschichte". Denn seit fünf Jahren trägt er sich intensiv mit dem Gedanken, den Sozialreformer aus dem Rheinland darzustellen, bewegt hat sich jedoch wenig. Zu weit auseinander liegen die Vorstellungen des Fernsehens und die des Mimen. "Ich arbeite weiterhin intensiv an diesem Projekt", versichert Adorf.
    Ermuntert wird er von Kurt Beck, der sich Adorf "als unheimlich spannenden Karl Marx" ausmalt. Für den Weg zur Rolle hat der Ministerpräsident ihn nicht nur mit ideellem Kapital ausgestattet. Beck schenkt Adorf den ersten Band von Karl Marx' Reformwerk "Das Kapital". Er lobt Mario Adorf als einen Star ohne Allüren, der "ins Herz, ins Gefühl der Menschen hat eindringen können". Seine Verbindung zum ersten Mann im Land, so gibt Adorf später preis, rührt von einer Kontroverse über die Qualität deutschen Rotweins her. Beck habe ihn vor 15 Jahren bekehrt, und seither ist eine Männerfreundschaft erwachsen. Ohne dass dies zu vertrauliche Ausmaße annimmt. Beck: "Sie sind eine so starke Persönlichkeit, dass niemand den Eindruck hat, man könne Sie wirklich vereinnahmen."

    Die Liebe zu Mayen kam erst später

    Freimütig bekennt Mario Adorf, dass sich seine Zuneigung zu Mayen relativ spät entwickelt hat. Nach seinem Abitur im Jahr 1950 habe er die Beziehungen zur Eifel gut 25 Jahre lang auf Sparflamme geköchelt. Erst der aufkeimende Kontakt zu seinen Klassenkameraden sei "der Hauptgrund" gewesen, "dass ich so oft hierher gekommen bin". Mayen lässt ihn familiäre Wärme spüren. Im Kreis der Klassenkameraden, untermalt von den Klängen der Feuerwehrkapelle Mayen, schmettert er inbrünstig die Hymne vom "echten Mayener Jung'". Den hat er nach eigenen Skizzen selbst erstehen lassen, als Basaltskulptur unterhalb der Genovevaburg. Ein Symbol, dass die Beziehung Mario Adorfs zur Eifelstadt unverbrüchlich ist.

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