Archivierter Artikel vom 25.05.2014, 14:55 Uhr
Limburg

Lustwandeln beim Bischof: Tebartz' Privatgarten geöffnet

Der für etwa 790 000 Euro umgestaltete Privatgarten des früheren Limburger Bischofs Franz-Peter Tebartz-van Elst ist jetzt für Besucher geöffnet. Das Bistum hat den «Mariengarten» am Samstag erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Betreten erlaubt: Der rund 800.000 Euro teure Mariengarten in Limburg steht ab sofort Besuchern offen.
Betreten erlaubt: Der rund 800.000 Euro teure Mariengarten in Limburg steht ab sofort Besuchern offen.
Foto: Bistum Limburg

Rund 700 Menschen kamen am ersten Tag, wie ein Sprecher der Diözese am Sonntag berichtete. Die Anlage gehört zu dem kostspieligen Bauprojekt auf dem Limburger Domberg.

Der Garten wurde einem Untersuchungsbericht zur Kostenexplosion zufolge für fast 790 000 umgestaltet und gepflegt, obwohl er erst 2009 für etwa 175 000 neu gestaltet worden war. Als Kostentreiber wird in dem Bericht unter anderem die Raseneinfassung mit Jura-Kalkstein genannt.

Die Kosten für den neuen Bischofssitz belaufen sich auf insgesamt rund 31 Millionen Euro. Eine von der Deutschen Bischofskonferenz eingesetzte Kommission hatte die Kostenexplosion für die Residenz mehrere Monate lang unter die Lupe genommen.

Der Papst hatte Tebartz-van Elst wegen des Finanzskandals und Kritik an dessen Amtsführung Ende März als Bischof von Limburg abberufen.