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Koblenz

Koblenz/Bendorf: Gefährliche Entdeckungen aus Zweitem Weltkrieg – Giftfässer gesprengt und Bombe gefunden

Gefährliche Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg machen dem Kampfmittelräumdienst in und um Koblenz zu schaffen. Innerhalb weniger Tage fanden Spaziergänger im niedrig stehenden Wasser am Rheinufer zwei Giftfässer und eine Bombe.

Nebelfass im  Rhein in Koblenz gesprengt
Die Detonation des Pfaffendorfer Nebelfasses vor gut drei Wochen – wenn das Fass an der Europabrücke gesprengt wird, wird es keine Fontäne geben, so die Feuerwehr.
Foto: DPA

Koblenz – Gefährliche Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg machen dem Kampfmittelräumdienst in und um Koblenz zu schaffen.

Auf die Mitarbeiter des Koblenzer Ordnungsamtes könnte viel Arbeit zukommen: Beim herrschenden Niedrigwasser tauchte am  Rheinufer im Koblenzer Stadtteil Pfaffendorf wieder eine Bombe auf – eine der größten Evakuierungen in Koblenz droht.
Auf die Mitarbeiter des Koblenzer Ordnungsamtes könnte viel Arbeit zukommen: Beim herrschenden Niedrigwasser tauchte am Rheinufer im Koblenzer Stadtteil Pfaffendorf wieder eine Bombe auf – eine der größten Evakuierungen in Koblenz droht.
Foto: dpa/Frey

Innerhalb weniger Tage fanden Spaziergänger im niedrig stehenden Wasser am Rheinufer zwei Giftfässer und eine Bombe. Am Sonntagnachmittag sprengte der Kampfmittelräumdienst im Rhein im Stadtteil Pfaffendorf ein Fass mit giftigem Inhalt. Etwa zeitgleich fand ein Spaziergänger in der Nähe eine Bombe.

Luftmine liegt 40 Zentimeter unter Wasser – Entschärfung wird schwierig

Diese Luftmine aus dem 2. Weltkrieg wird heute von Experten genauer untersucht. Dann erst werde über das weitere Vorgehen entschieden, sagte ein Sprecher des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz. «Sicher ist, dass es sich um eine große Luftmine handelt.» In welchem Zustand das gefährliche Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg sei, könne noch nicht gesagt werden. Die Bombe liege etwa 40 Zentimeter unter Wasser, was die Aufgabe für den Kampfmittelräumdienst schwierig mache. Es scheint, dass eine größere Oganisation erfordert; wahrscheinlich wird am Wochenende evakuiert.

In Bendorf und Pfaffendorf glückte Sprengung der Nebelfässer

Nur einen Tag zuvor hatte der Kampfmittelräumdienst knapp zehn Kilometer entfernt nahe Bendorf ein anderes Giftfass gesprengt. «Das Wasser im Rhein steht derzeit so niedrig wie schon lange nicht mehr», erklärte ein Sprecher des Amts für Brand- und Katastrophenschutz in Koblenz am Sonntag die ungewöhnlich häufigen Funde. Bei den Fässern handelte es sich um Tarnnebelfässer, die im Krieg benutzt wurden, um sich mit dem Nebel vor Angriffen zu schützen.

Wegen der Sprengung des Fasses am Sonntag mussten etwa 1500 Menschen aus der Umgebung vorsichtshalber ihre Wohnungen verlassen. Unter anderem waren 200 Mitarbeiter von Feuerwehr, Ordnungsamt, Polizei und Rettungsdienst im Einsatz. «Die nach der Sprengung durchgeführten Schadstoffmessungen blieben negativ», hieß es vom Katastrophenschutz.

Die Fässer enthielten unter anderem stark ätzende Chlorsulfonsäure. Trifft sie auf Wasser, kann es laut Katastrophenschutz zu Explosionen kommen. Die Fässer lagen im Wasser. «Damit ist nicht zu spaßen», sagte der Sprecher. Was mit der entdeckten Bombe geschehen soll, war am Sonntagnachmittag noch unklar.

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