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    Koblenz hat’s gezeigt: So wird man Buga

    "Koblenz verwandelt": Das war das Motto der ersten Bundesgartenschau in Rheinland-Pfalz. Und genau das hat die Buga 2011 mit der Stadt an Rhein und Mosel auch getan: Sie hat sie verwandelt. Von der ersten Idee einer Gartenschau bis zu ihrer Eröffnung war es in Koblenz ein weiter Weg.

    Von unserem Koblenzer Redaktionsleiter Ingo Schneider

    Ein Weg, an dessen Anfang man im Mittelrheintal gerade steht - will man 2031 eine zweite Buga ins Welterbetal bringen. Diese Idee von Innenminister Roger Lewentz hat eine breite Diskussion ausgelöst. Doch wie wird man eigentlich Bundesgartenschau? Was muss man tun, welche Hürden muss man nehmen? Eberhard Schulte-Wissermann, ehemaliger Oberbürgermeister von Koblenz, hat alle Schritte auf dem Weg von Koblenz zur Buga-Stadt erlebt.

    Die Idee einer Gartenschau, wenn auch nicht zwingend einer Bundesgartenschau, tauchte in Koblenz bereits seit den 1980er-Jahren immer wieder auf. Richtig konkret wurde es damit aber erst, nachdem sich die Stadt in einem breit angelegten Prozess in den 1990er-Jahren ein Leitbild gegeben hat, erinnert sich Schulte-Wissermann. Man hatte danach eine klare Vorstellung, wie man sich Koblenz und seine Entwicklung vorstellt. Und die Buga sollte die Leitinvestition werden, die alles andere mitzieht.

    Was folgte, waren Stationen auf dem Weg zur Buga, wie sie so oder ähnlich bei den meisten Gartenschauen durchlaufen werden (müssen). Zunächst nahm Koblenz Kontakt mit dem Zentralverband Gartenbau und der Deutschen Bundesgartenschaugesellschaft (DBG) auf, die über die Vergabe einer Buga entscheidet. 1999 wurde eine Machbarkeitsstudie bei drei Stadtplanungsbüros in Auftrag gegeben. Das Ergebnis lag 2001 vor, 120 Seiten dick. Eingeflossen waren auch die Ergebnisse eines zweitägigen Workshops, in dem Persönlichkeiten der Region sowie Experten aus dem In- und Ausland Informationen zusammengetragen und Ideen ausgetauscht haben.

    2002 fuhr Schulte-Wissermann gemeinsam mit Koblenz-Touristik-Chef Bert Flöck nach Bonn und stellte dort die Bewerbung vor, für die Jahre 2013 oder 2015. Den Zuschlag erhielten aber andere Bewerber. Doch im Dezember 2003 wurde die Buga 2011 wieder vakant, weil die Stadt Duisburg aus finanziellen Gründen davon zurücktrat. Die DBG bot Koblenz an zu übernehmen. Die Stadt war wieder im Rennen, allerdings auch unter Zeitdruck, weil sie statt des üblichen Vorlaufs von etwa zehn Jahren nur noch sieben Jahre zur Vorbereitung hatte.

    Nach langen Diskussionen beschloss der Stadtrat in einer knappen Entscheidung im Frühjahr 2004, die Buga 2011 grundsätzlich anzunehmen. Bis ins Jahr 2005 hinein wurde nun die Machbarkeitsstudie konkretisiert und mit einer groben Budgetplanung ergänzt. Gleichzeitig begannen die Verhandlungen mit dem Land über die Finanzierung. Neben der politischen Entscheidung war das aus Schulte-Wissermanns Sicht die größte Hürde. Am Ende stand ein Kompromiss, der vorsah, dass das Budget 102 Millionen Euro betragen sollte. 49 Millionen Euro sollte das Land übernehmen, 25 Millionen Euro sollten aus Einnahmen kommen, 28 Millionen Euro wollte die Stadt übernehmen.

    Die Verträge mit der DBG wurden ausgearbeitet und im Juli 2005 unterschrieben. Im Anschluss wurde die Buga Koblenz 2011 GmbH gegründet, die fortan das operative Geschäft übernahm. Wie letztlich das Buga-Konzept aussehen sollte: Das wurde über einen Ideen- und Realisierungswettbewerb ermittelt. Die Siegerentwürfe wurden Ende 2006 im Schloss vorgestellt und waren anschließend wochenlang öffentlich ausgestellt. Insgesamt spielte die Öffentlichkeitsbeteiligung eine große Rolle. Buga-Macher und Stadt setzten auf Transparenz, durch etliche Vorträge, Infoveranstaltungen, Führungen, Baustellenfeste und vieles mehr.

    In der Folge mussten wegen der Fülle der einzelnen Baumaßnahmen viele Entscheidungen über Bauleitplanung und Bebauungspläne getroffen werden - wie bei anderen Baumaßnahmen auch, aber eben sehr viele innerhalb kürzester Zeit. Im Frühjahr 2008 konnte man dann mit den Baumaßnahmen loslegen. Eröffnet wurde die Buga am 15. April 2011. Mit 3,6 Millionen Besuchern war sie ein großer Erfolg. Und sie hat Koblenz verwandelt.

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