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Rheinland-Pfalz

Klöckner lässt sich von Friedrich Merz und Heiner Geißler beraten

Coup von Julia Klöckner: Sie präsentierte Friedrich Merz und Heiner Geißler als Berater in ihrem Wahlkampfteam.

Rheinland-Pfalz – Coup von Julia Klöckner: Sie präsentierte Friedrich Merz und Heiner Geißler als Berater in ihrem Wahlkampfteam.

Unter dem Werbeslogan „Zukunft statt Vergangenheit“ wird die rheinland-pfälzische CDU im Landtagswahlkampf versuchen, vorwiegend ihre eigenen Anhänger und Nichtwähler zu mobilisieren. In der Vergangenheit gelang das bei Europa-, Bundestags- und Kommunalwahlen, nicht aber bei Landtagswahlen. Bei der Präsentation der Werbekampagne in Mainz nannte Spitzenkandidatin Julia Klöckner Friedrich Merz als „wichtigen Berater“ im Wirtschaftsbereich.

Der aus der Politik ausgeschiedene 55-jährige Sauerländer gilt als Vertreter des konservativen Parteiflügels und war von 2000 bis 2002 Chef der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Bekannt wurde der Jurist mit seiner Idee eines radikal vereinfachten Steuerrechts, bei dem jeder Bürger seine Einkommensteuer auf einem Bierdeckel ausrechnen könne. Neben dem neo-liberalen Merz berät auch CDU-Sozialexperte Heiner Geißler die Spitzenkandidatin.

68 Tage vor dem Urnengang am 27. März bezeichnete Julia Klöckner den Ausgang der Wahl als „völlig offen“. Die Union wolle „in Inhalt und Form ihres Auftritts frisch daher kommen und eine klare Handschrift hinterlassen“.

Generalsekretär Josef Rosenbauer verdeutlichte, woran es nach Ansicht der Parteistrategen 2006 und 2001 haperte. So habe die CDU vor fünf Jahren nur 65 Prozent ihrer Anhänger mobilisiert, die SPD hingegen 97 Prozent. Das müsse und werde sich ändern, denn „wir haben bereits den wichtigsten Grundstein gelegt und eine Riesen-Geschlossenheit bis in den kleinsten Ortsverband hergestellt“. Er sei zuversichtlich, dass die Union das Zeug habe, im Land die stärkste Fraktion zu stellen.

Kampagnenleiter Robin Schmidt sagte, man werde stark auf Zukunftsthemen setzen und eine Bürgerbewegung initiieren. Mit der vorherrschenden Farbe Orange auf Plakaten und Briefköpfen wolle man „sonnige Laune verbreiten“.

Laut Julia Klöckner fokussiert sich die CDU inhaltlich ebenso wie die SPD auf die Bildungspolitik. Ein zweiter Schwerpunkt seien die Themen Arbeitsplätze und Wirtschaftsstandort. Am 29. Januar soll bei einem Parteitag in Ransbach-Baumbach das Wahlprogramm beschlossen werden.

Bei den Slogans für den Wahlkampf gibt es im Übrigen Ähnlichkeiten zwischen CDU und SPD. Die Union propagiert „Unsere Heimat, unsere Zukunft“ sowie „Zukunft statt Vergangenheit“. Die SPD versprach bereits im Kommunalwahlkampf 2009 „Heimat mit Zukunft“. Jetzt setzt sie auf Themenplakate, die mit dem Begriff „Heimat“ anfangen. (fcg)

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