Koblenz

Kinderbetreuung: «Wechselmodell» nur ausnahmsweise

Der ständig wechselnde Aufenthalt von Kindern zwischen ihren getrennt lebenden Eltern ist nur ausnahmsweise zulässig. Das geht aus einem am Dienstag veröffentlichten Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Koblenz hervor. Voraussetzung für ein solches «Wechselmodell» ist nach dem Richterspruch, dass die Eltern bereit und fähig sind, miteinander zu kooperieren. Gegen den Willen eines Elternteils sei ein solches Modell nicht sinnvoll (Beschluss vom 12.1.2010 ­ 11 UF 251/09). Das Gericht gab der Beschwerde einer Mutter statt. Die von ihrem Mann getrennt lebende Frau hatte mit dem Vater zur Betreuung der beiden minderjährigen Kinder zunächst ein Wechselmodell vereinbart, lehnt dieses jedoch inzwischen ab.