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Diez/Limburg

IHK warnt Bund: Lahn muss Touristenmagnet bleiben

Die zurzeit laufenden Überlegungen der Bundesregierung zu einer Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung dürfen nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer Limburg (IHK) und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Limburg-Weilburg-Diez (WfG) nicht zu einer Beeinträchtigung der bisherigen Funktionsfähigkeit der Lahn führen.

Blick auf die Lahn in Diez: Der Fluss und seine Uferwege locken jedes Jahr zahlreiche Touristen in die Region. Foto: Hans Georg Egenolf
Blick auf die Lahn in Diez: Der Fluss und seine Uferwege locken jedes Jahr zahlreiche Touristen in die Region.
Foto: Hans Georg Egenolf

Diez/Limburg – Die zurzeit laufenden Überlegungen der Bundesregierung zu einer Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung dürfen nach Ansicht der Industrie- und Handelskammer Limburg (IHK) und der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Limburg-Weilburg-Diez (WfG) nicht zu einer Beeinträchtigung der bisherigen Funktionsfähigkeit der Lahn führen. Die touristische Attraktivität hänge ganz entscheidend von der Lahn als Wasserweg für Bootstouristen und auch der Personenschifffahrt ab. Schließlich sei die Lahn einer der beliebtesten Wasserwanderflüsse in Deutschland und damit ein Aushängeschild für die ganze Region.

Neben dem Erholungsaspekt hat die Lahn aufgrund der sogenannten zunehmenden Wasserdurchgängigkeit für Fische und sonstige Lebewesen im Wasser auch für Flora und Fauna eine wichtige Funktion. Hierzu wurden zahlreiche Fischaufstiegstreppen beziehungsweise Umgehungsgerinne angelegt, die auch künftig erhalten werden müssen, um den hohen natürlichen Wert des Gewässers zu erhalten. Auch ist die Lahn mit zahlreichen Wasserrechten zur Befischung und Wassernutzung zur Stromgewinnung belegt, die es auch vor dem Hintergrund der Energiewende zu erhalten gilt. Gerade diese Nutzung ist auch für die heimische Wirtschaft von Bedeutung. Eine in Zukunft eingeschränkte Finanzierung der Infrastruktur oder sonstige Sparmaßnahmen in der Betreuung der Wasserstraße könnten schnell zu Problemen für die Nutzung der Lahn beziehungsweise für den Tourismus und die angrenzenden Betriebe führen.
Die IHK Limburg erinnert in diesem Zusammenhang an die vor einigen Jahren durchgeführte langwierige Schleuseninstandsetzung in Limburg, welche zu starken Beeinträchtigungen des Boots- Schiffsverkehr auf der Lahn, vor allem rund um Limburg geführt hatten. Damals hatte der IHK-Verkehrsausschuss intensiv mit der Leitung des Wasserschifffahrtsamtes (WS) Koblenz die Abhängigkeit des Tourismus auf der Lahn von einer funktionsfähigen Infrastruktur diskutiert, denn von der Lahn hängt nach Einschätzung der IHK der regionale Tourismus mit einer Vielzahl von Unternehmen ganz entscheidend ab. Deshalb müsse bei allen Überlegungen für die betroffenen Regionen Transparenz hergestellt werden.
Die regionale Wirtschaft erwarte, dass die Lahn als Wasserweg mit ihren vielfältigen Funktionen leistungsfähig erhalten werde. Angesichts der bisher allgemein zu knapp gehaltenen Mittel für die Investitionen in Wasserstraßen dürfe die Lahn bei einer Neubewertung bezüglich der zukünftigen Mittelzuweisung nicht ins Hintertreffen geraten, nur weil die Finanzmittel in Zukunft stärker in Wasserwege mit Güterverkehr fließen.

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