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Rheinland-Pfalz

Hochmoselbrücke: Musste der Chefgeologe parieren?

Hat die Landesregierung ihrem Chefgeologen Harald Ehses vorgeschrieben, wie er sich über ein von ihm gefordertes Gutachten zum Hochmoselübergang äußern muss? Dies jedenfalls ist laut Landgericht Mainz einer der Vorwürfe, die Ehses in einer Klageschrift erhebt. Er hatte im August wegen der Beschneidung seiner Amtskompetenzen und wegen Mobbing Klage eingereicht und fordert von der Landesregierung ein Schmerzensgeld von 25.000 Euro.

Harald Ehses leitet das Geologische Landesamt.
Harald Ehses leitet das Geologische Landesamt.
Foto: dpa

Der Wirbel um den Leiter des geologischen Landesamts begann, als er Anfang 2014 Zweifel an der Standsicherheit der Hochmoselbrücke äußerte und ein wasserkundliches Gutachten forderte. Seiner Ansicht nach war der Baugrund nicht gut genug untersucht worden. Das Land gab nach und beauftragte ein Sickerwassergutachten.

Laut einem Sprecher des Landgerichts steht in der Klageschrift, dass Ehses zunächst gar nicht über den Inhalt des Gutachtens informiert worden sei. Später sei ihm eine fertige Stellungnahme vorgegeben worden. Seine eigene Meinung habe er nicht äußern dürfen. Ehses hatte dem Innenausschuss des Landtags im Juni folgenden Satz vorgelesen: „Ich sehe keine Einwände für eine Fortführung des Brückenbaus.“ Das Wirtschaftsministerium, dem das Landesamt für Geologie und Bergbau untergeordnet ist, weist alle Vorwürfe zurück.

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