40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » HNA: Käufer des Flughafen Hahn wird größter Aktionär der Deutschen Bank
  • Aus unserem Archiv
    Frankfurt/New York

    HNA: Käufer des Flughafen Hahn wird größter Aktionär der Deutschen Bank

    Erst Anfang des Jahres ist der chinesische Konzern HNA bei der Deutschen Bank eingestiegen. Jetzt baut die Gruppe aus Fernost ihren Einfluss aus – und wird zum größten Aktionär des Geldhauses. In Rheinland-Pfalz kauft sie den Hunsrück-Airport Hahn.

    Flughafen-Hahn-Käufer HNA wird größter Aktionär bei der Deutschen Bank.
    Flughafen-Hahn-Käufer HNA wird größter Aktionär bei der Deutschen Bank.
    Foto: dpa/jo

    Der umtriebige chinesische Konzern HNA steigt zum größten Anteilseigner der Deutschen Bank auf. Der Anteil liegt nun bei 9,9 Prozent, wie aus einer deutschen Stimmrechtsmitteilung vom Mittwoch hervorgeht. Damit ist die HNA-Gruppe, die auch den Hunsrück-Flughafen Hahn kauft, an der Herrscherfamilie von Katar vorbeigezogen, die nach letztem Stand gut 6 Prozent hält. Drittgrößter Aktionär ist der Vermögensverwalter Blackrock mit zuletzt veröffentlichten knapp 6 Prozent der Anteile.

    HNA war erst Anfang des Jahres bei der Deutschen Bank eingestiegen und hatte erklärt, das Management als Anker-Aktionär unterstützen zu wollen. Bankchef John Cryan baut das von Rechtsstreitigkeiten mitgenommene Traditionshaus gerade um und hat dafür eine acht Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung durchgezogen. Dabei stockten die Chinesen ihre Anteile im März bereits von 3,04 auf 4,76 Prozent auf. Die Beteiligung läuft über den Wiener Vermögensverwalter C-Quadrat.

    Die Chinesen hatten beim Einstieg bereits angedeutet, ihren Anteil aufstocken zu wollen – allerdings solle er unter 10 Prozent bleiben, hieß es damals. Mit Alexander Schütz, dem Gründer und Vorstand von C-Quadrat, soll auch ein Vertreter der Investoren in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank einziehen.

    Die HNA Group ist unter anderem in der Luftfahrt, im Tourismus und im Immobiliengeschäft aktiv. Neben dem Hahn-Kauf beteiligte sich der Mischkonzern zuletzt etwa am Schweizer Duty-Free-Konzern Dufry.

    Der Einstieg der Chinesen kam in einer Zeit, in der die Deutsche Bank verlorenes Vertrauen am Kapitalmarkt wiedergewinnen musste. Teure Rechtsstreitigkeiten nagten an der Kapitaldecke, die Bank schrieb zwei Jahre in Folge Milliardenverluste. Die Probleme ließen den Aktienkurs im Herbst vergangenen Jahres auf ein Rekordtief fallen.

    Der jüngste Anteilskauf kostete knapp 1,8 Milliarden Euro, wie aus einer bereits in der Nacht bei der US-Börsenaufsicht SEC veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung hervorgeht. Insgesamt ist der Anteil der Chinesen an der Börse aktuell gut 3,4 Milliarden Euro wert. dpa

    Rheinland-Pfalz
    Meistgelesene Artikel
    epaper-startseite
    Anzeige
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Das Wetter in der Region
    Dienstag

    0°C - 8°C
    Mittwoch

    4°C - 6°C
    Donnerstag

    3°C - 7°C
    Freitag

    2°C - 6°C

    Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

    Anzeige
    Anzeige
    Event-Kalender
    Veranstaltungstipps

    Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!