40.000
Aus unserem Archiv
Koblenz

Hilfe in Koblenz: 240 Flüchtlinge ziehen aufs Fritsch-Gelände – Video aus der Landesfeuerwehrschule

Monatelang hat die Stadt mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) verhandelt, und nun ist endlich klar: Auf dem Gelände der ehemaligen Fritsch-Kaserne auf der Niederberger Höhe kann ein großes Containerdorf für Flüchtlinge entstehen. Inzwischen herrscht Hochbetrieb in der Landesfeuerwehrschule und in der Sammelstelle für Sachspenden auf dem Asterstein.

Die Fritsch-Kaserne.
Die Fritsch-Kaserne.

Von unserer Redakteurin Stephanie Mersmann

Den entsprechenden Mietvertrag haben Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig, Ruth Völkel-Krebs und Jürgen Schausten von der Bima am vergangenen Freitag unterzeichnet. Die Stadt mietet dazu den sogenannten Antreteplatz im Technischen Bereich Ost auf dem Kasernengelände an – ein Areal mit einer Nutzfläche von 7450 Quadratmetern, auf dem die Stadt Wohncontainer für rund 240 Personen aufstellen will. Ferner sind Nutzungen eingeschlossen, "die der sozialen Betreuung, der Versorgung, der Schulung, der Kultur und der Freizeitgestaltung von Asylbegehrenden und Flüchtlingen dienen", heißt es wörtlich im Vertrag. Die Bima – eine Einrichtung des Bundes – stellt das Areal der Stadt Koblenz mietfrei zur Verfügung.

Im Frühjahr schon hatte der Bundestag beschlossen, dass ungenutzte Bundesflächen kostenfrei für die Unterbringung von Flüchtlingen bereitgestellt werden sollen – und die Stadt machte direkt darauf die Fritsch-Kaserne als möglichen Standort aus, sagt Hofmann-Göttig im Gespräch mit der RZ. Doch die Verhandlungen mit der Bima beschleunigte diese Entscheidung offenkundig nicht wirklich, "sie dauerten viele Monate und waren sehr kompliziert", sagt der OB.

Hohe Auflagen zu den Flüchtlingsheimen hat die Bundeseinrichtung gestellt, etwa zur Art der Umzäunung, der Sicherheit der Fenster und so weiter. Und als alles geklärt war, kam die Frage auf, ob sich Kampfmittel im Boden befinden könnten. Nach umfangreichen Bodenuntersuchungen wurde erst am Mittwoch die Freigabe erteilt – "eine befreiende Nachricht", so Hofmann-Göttig.

Über das Ergebnis ist er trotz aller Schwierigkeiten froh, gerade auch, weil die Zahl der Flüchtlinge, die in diesem Jahr neu in die Stadt kommen, wohl auf 1000 steigen wird. "Wir brauchen diese Unterkunft dringend", betont er. Bevor die Asylbewerber aber tatsächlich auf dem Fritsch-Gelände unterkommen, werden noch einmal Monate vergehen. Versorgungsleitungen für Strom und Co. müssen zumindest zum Teil noch gelegt werden, die Container bestellt und Baurecht geschaffen werden, sagt der OB.

"Deshalb können wir nicht genau sagen, wann die Unterbringung belegt werden kann, aber wir hoffen auf Dezember." Nächste Woche will die Stadt zudem festlegen, wann eine Bürgerinformation zu dem Thema stattfindet, wie es sie bereits zu den Flüchtlingsunterkünften am Wallersheimer Kreisel und an der Schlachthofstraße gab.

Rheinland-Pfalz
Meistgelesene Artikel
Anzeige
epaper-startseite
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Das Wetter in der Region
Sonntag

15°C - 24°C
Montag

14°C - 26°C
Dienstag

14°C - 26°C
Mittwoch

14°C - 26°C

Das Wetter wird Ihnen präsentiert von:

Anzeige
Anzeige
Event-Kalender
Veranstaltungstipps

Sie haben einen Veranstaltungstipp für uns? Hier geht's zum Formular!