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Rothenbach

Germanwings-Opfer: Sebastian-Stahl-Stiftung will junge Menschen fördern

Zur Erinnerung an ihren Sohn Sebastian und als dessen Vermächtnis haben seine Eltern Andreas und Cornelia Stahl die "Sebastian-Stahl-Stiftung" gegründet. Der 24-Jährige kam am 24. März dieses Jahres bei dem schrecklichen Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen ums Leben.

Von unserer Reporterin Angela Baumeier

Sebastian Stahl kam am 24. März diesen Jahres beim Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen ums Leben. Er war 24 Jahre alt.
Sebastian Stahl kam am 24. März diesen Jahres beim Absturz einer Germanwings-Maschine in den französischen Alpen ums Leben. Er war 24 Jahre alt.

"Wir wollen, dass von Sebastian mehr bleibt als die Erinnerungen an die 24 Jahre, die er bei uns war", sagen die Eltern aus der Gemeinde Rothenbach im Westerwaldkreis. "In unserer Familie, in der er so sehr fehlt und die den Sohn und Bruder, den Enkel, Neffen und den Cousin unendlich schmerzlich vermisst, wird er immer seinen Platz haben. Aber es soll auch außerhalb der Familie, in der Gesellschaft, etwas von ihm bleiben."

Den Gedanken, eine gemeinnützige Stiftung zu gründen, hatten sie schon bald nach dem schrecklichen Verlust: "Das ist unser Weg, der uns in der Trauer hilft." Und der ein wenig das Unmögliche möglich macht, doch noch etwas ins Positive zu wenden aus dem unfassbar Katastrophalen.

Am 29. Oktober überreichte ADD-Präsidentin Dagmar Barzen ihnen in Trier, dem Studienort ihres Sohnes Sebastian, die Stiftungsurkunde. Um die Stiftung bekannter zu machen, haben die Eltern nun vor, sie öffentlich – beispielsweise auch in einigen Schulen – vorzustellen. Zudem wird eine Homepage, die zurzeit von Freunden und Verwandten erstellt wird, über die Sebastian-Stahl-Stiftung informieren. Erste Spenden sind bereits eingetroffen.

Ziel ist es, bürgerschaftliches Engagement zugunsten gemeinnütziger und mildtätiger Zwecke zu fördern. Insbesondere soll es Zuwendungen an Sportvereine im Westerwald (Schwerpunkt Jugendsport), an schulische Einrichtungen (insbesondere an die Hochschule Trier) und an Kindergärten und Schulen im Westerwald geben. Damit werden Bereiche unterstützt, denen Sebastian sich verbunden fühlte und die Teil seines Lebens waren.

Sebastian Stahl studierte im sechsten und vorletzten Semester im Fachbereich Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik an der Hochschule Trier. Für die Zeit nach seinem bevorstehenden Bachelor-Abschluss im Frühjahr 2016 plante er, den Master-Studiengang anzuschließen. Der Stiftungsvorstand, dem außer den Eltern unter anderem auch Sebastians jüngerer Bruder Maximilian angehört, will nun über die Stiftung den jeweils Jahrgangsbesten bei diesem Bachelorabschluss mit einem Gedenkpreis unterstützen.

Das Spendenkonto der Sebastian-Stahl-Stiftung:

  • Kontonummer: 102 149 333
  • Bankleitzahl: 573 510 30 (Sparkasse Westerwald-Sieg)
  • IBAN: DE48 5735 1030 0102 1493 33

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