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Fall Tanja Gräff: Rechtsmediziner stellen keine Schädelverletzungen fest – Sonderkommission nimmt Arbeit auf

Trier – Am Fundort der sterblichen Überreste von Tanja Gräff hat die Trierer Polizei am Mittwoch die Arbeiten beendet. Unterdessen gibt es ein erstes Ergebnis der Rechtsmedizin: An Tanjas Schädel wurden keine Verletzungen festgestellt.

Gelände um Fundort
Die Knochen der seit Juni 2007 vermissten Tanja Gräff waren bei Rodungsarbeiten unterhalb der Felswand auf einem Privatgelände gefunden worden.
Foto: Harald Tittel – dpa

Ein Dutzend Spezialkräfte der Wittlicher Bereitschaftspolizei und mehrere Trierer Kripobeamte haben am Mittwoch den dritten Tag in Folge das Gelände hinter dem Appartementhaus in Trier-Pallien abgesucht, wo Forstarbeiter am Montagmorgen die sterblichen Überreste entdeckt hatten. Das komplette Erdreich um die Fundstelle herum wurde seitdem gesiebt, um so auch kleinste Partikel, die von Belang sein könnten, zu finden.

Laut Polizeisprecher Karl-Peter Jochem wurde auch das Gelände oberhalb der Felswand von den Spezialisten unter die Lupe genommen, der Boden gesiebt. „Mir ist nicht bekannt, dass etwas gefunden wurde“, sagte Jochem zu volksfreund.de.

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Trierer Studentin Tanja Gräff an dieser Stelle in Höhe des Appartementhauses vor acht Jahren 50 Meter in die Tiefe gestürzt ist. Die Hintergründe sind noch völlig offen. In der Vergangenheit gingen die Ermittler stets von einem Gewaltverbrechen aus. Das am Ortsausgang von Pallien gelegene Appartementhaus ist Luftlinie nur wenige Hundert Meter von der Trierer Hochschule entfernt, wo Tanja in der Nacht zum 7. Juni 2007 zuletzt lebend gesehen wurde.

Die sterblichen Überreste der 21-jährigen Studentin aus Korlingen (Kreis Trier-Saarburg) werden derzeit in der Mainzer Rechtsmedizin untersucht. Nach Angaben des Institutsleiters, Professor Reinhard Urban, hat eine erste Untersuchung des Schädels keine Hinweise auf äußere Gewalteinwirkung ergeben. Bedeutet: Tanja Gräff starb wohl nicht an den Folgen einer Kopfverletzung. Nach Angaben Urbans kann erst nach der Untersuchung der anderen Knochen möglicherweise gesagt werden, ob es sich um Tötungsdelikt gehandelt haben könnte oder einen Unfall.

Der Leitende Trierer Oberstaatsanwalt Peter Fritzen sagte unserer Zeitung, ihm liege keine Mitteilung über Untersuchungsergebnisse der Skelettteile vor. Auch zu einer möglichen Todesursache gebe es keine neuen Erkenntnisse.

Unterdessen hat die neu ins Leben gerufene 20-köpfige Sonderkommission ihre Arbeit aufgenommen. Sie soll alle bis dato eingegangenen Hinweise und Spuren noch einmal neu bewerten. Auch einen Namen hat die Sonderkommission schon: Soko FH neu. Die nach dem Verschwinden Tanjas gegründete Kommission hieß Soko FH – Soko Fachhochschule.

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